1. Startseite
  2. Lokales
  3. München
  4. Stadt München

Teenager bei U-Bahn-Attacke lebensgefährlich verletzt: Spezialkräfte nehmen 15-Jährigen in München fest

Erstellt:

Von: Katharina Haase

Kommentare

Messer-Attacke am Karl-Preis-Platz.
Messer-Attacke am Karl-Preis-Platz. © Thomas Gaulke

In München ist bei einem Streit unter Jugendlichen ein 18-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Über drei Wochen später nahm die Polizei nun einen Hauptverdächtigen fest.

Update vom 19. November, 12.35 Uhr: Nach der Messerattacke am U-Bahnhof Karl-Preis-Platz im Oktober 2021 (siehe Ursprungsmeldung) meldet die Polizei einen Fahndungserfolg. Ein 18-Jähriger war im Zuge der Auseinandersetzung durch Stichverletzungen am Oberkörper lebensgefährlich verletzt worden. Zunächst blieb die Suche nach den Tätern ohne Erfolg.

U-Bahn-Attacke in München: Spezialkräfte nehmen 15-Jährigen fest

Nun vermeldet die Polizei: „Durch intensive kriminalpolizeilichen Ermittlungen konnten insgesamt fünf aktiv an der Auseinandersetzung beteiligte Personen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren (alle mit deutscher bzw. doppelter Staatsangehörigkeit) namentlich identifiziert werden.“

Gegen einen der Tatverdächtigen erließ das Amtsgericht München einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnanschriften aller fünf Teenager in den Stadtteilen Am Hart, Forstenried, Hasenbergl, Maxhof und Westend.

Am Freitagmorgen (19. November) wurde ein 15-jähriger Tatverdächtiger von Spezialeinheiten festgenommen. Er wird im Verlauf des Nachmittags dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen des Kommissariats 11 (Tötungsdelikte) dauern an.

Ursprüngliche Meldung vom 24. Oktober:

München - An einem U-Bahnhof der Linie U2 im Osten Münchens ist am späten Samstagabend, 23. Oktober, ein Streit zwischen Jugendlichen eskaliert. Dabei kam es auch zum Einsatz einer Stichwaffe. Ein 18-Jähriger wurde verletzt.

Wie die Polizei in München mitteilt, waren die Beamten zunächst am späten Abend zum U-Bahnhof Karl-Preis-Platz in München-Ramersdorf gerufen worden. Dort waren zwei Jugendgruppen in eine hefige Auseinandersetzung verwickelt. Zeugen hatten die Polizei gerufen, nachdem unter anderem offenbar von einigen Beteiligten Pfefferspray eingesetzt worden war. Zudem sei ein Schuss gefallen, so die Zeugenaussagen. Dies gilt allerdings mittlerweile als widerlegt.

Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. Melden Sie sich an.

München: Streit an U-Bahnhof eskaliert - Zeugen rufen Polizei - Jugendliche fliehen

Als die Beamten den Bahnsteig erreichten, fanden sie dort den 18-jährigen Verletzten vor. Er hatte eine Stich- bzw. Schnittwunde und wurde von dem ebenfalls herbeigerufenen Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen Beteiligten der Auseinandersetzung konnten zunächst alle unerkannt fliehen. Die Fahndung laufe, sei aber noch immer ohne Ergebnis geblieben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen.

Nach Streit an Münchner U-Bahnhof: Polizei fahndet nach beteiligten Jugendlichen

Insgesamt fahndet die Polizei nach mindestens sieben Personen. So sollen der Gruppe um den Verletzten mindestens zwei weitere Jugendliche angehört haben. Die Gruppe der Jugendlichen, von denen einer den 18-Jährigen offenbar verletzt hat, soll aus mindestens fünf Personen bestanden haben. Aufgrund der Anwesenheit vieler Zeugen und eines sehr vollen Bahnsteigs zum Tatzeitpunkt seien aber noch keine exakten Angaben zur Anzahl der in den Vorfall verwickelten Personen machbar, so ein Polizeisprecher. Auch der Grund für den Streit ist noch nicht bekannt. Während des Polizeieinsatzes hielten die Züge der U2 kurzzeitig nicht am Karl-Preis-Platz.

Am S-Bahnhof Planegg bei München war im vergangenen Jahr ebenfalls ein Streit zwischen Jugendlichen (15, 17) eskaliert. Der Jüngere rammte dem Älteren ein Messer in den Bauch. Dann flüchtete der der Polizei schon zuvor bekannte Täter.

(kah) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion