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Trauriges Gesicht „Sadly“ für Autofahrer die zu schnell unterwegs sind.

Freundliche Art der Verkehrsberuhigung

München will Temposünder mit einem traurigen Gesicht bestrafen   

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Zu schnelles Fahren wird mit einem traurigen Gesicht (Sadly) bestraft, wer sich ans Tempolimit hält wird mit einem Lächeln (Smily) belohnt. Nun will München diese Art der Geschwindigkeitsanzeigen testen. 

München - In der Stadt werden bald an verschiedenen Orten sogenannte Dialog-Displays aufgestellt. Die sollen Verkehrsteilnehmer auf die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung hinweisen. Blinkt auf dem Display ein grüner Smiley auf, verhalten sie sich vorschriftsmäßig, andernfalls zeigt sich ein trauriges rotes Gesicht.

Test kostet 200.000 Euro 

Der Kreisverwaltungsausschuss hat gestern einem zweijährigen Testversuch zugestimmt, der nach den Sommerferien des kommenden Jahres starten soll. 200.000 Euro lässt sich die Verwaltung das kosten, insgesamt werden fünf mobile Einheiten mit jeweils zwei Displays angeschafft. Aufgestellt werden sie vorwiegend in Straßen mit Tempo-30-Begrenzung, also vor allem in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Kitas. „Es gibt neuralgische Punkte, an denen es Sinn ergibt“, sagte Sebastian Schall (CSU).

Grünwald ein Vorbild?

Bezirksausschüsse (BA) und Anwohner sprechen sich seit Jahren für den Betrieb solcher Anlagen aus, die in Gemeinden im Münchner Umland schon seit Langem zum Straßenbild gehören. „Ich empfehle Grünwald, da steht alle 50 Meter so ein Teil“, sagte Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD).

Der Antrag stießt parteiübergreifend auf Wohlwollen. „Jeder BA hat nun die Möglichkeit, das zu testen“, so Paul Bickelbacher (Grüne). Tatsächlich sind nun die Bezirksausschüsse aufgefordert, zwei Standorte zu nennen, an denen die Displays während der Testphase aufgestellt werden könnten.

Auf Nachfrage von Thomas Ranft (FDP) gab KVR-Chef Thomas Böhle (SPD) an, dass man auf den Displays sowohl die roten und grünen Smileys als auch die gefahrene Geschwindigkeit anzeigen lassen könne. Beides werde man testen. Böhle: „Zur Not hat jedes Auto auch noch einen Tacho, auf dem man nachschauen kann, wie schnell man ist.“

München ist die Hauptstadt der Temposünder

Die Stadt hat im Sommer angekündigt verschärft die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Weitere Messfahrzeuge sollten angeschafft werden – um den Verkehr in der„Hauptstadt der Temposünder“ sicherer zu machen.

Meldungen über Raser gibt es in München tatsächlich sehr häufig: Erst rasten drei Hausmeister mit 110 km/h durch den Landshuter Allee Tunnel.  In der Fürstenrieder Straße wurde ein Raser schon mit Tempo 119 km/h erwischt.

Sascha Karowski

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