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Die Stadt wird ihre Flughafen-Beteiligung nicht verkaufen. 

Trotz 500 Millionen Euro Wert

München will Flughafen-Anteil nicht verkaufen

München - Die Stadt München will ihre Anteile an der Flughafen München GmbH nicht verkaufen. Und das obwohl die Stadt damit rund 500 Millionen einnehmen könnte.

Das Gremium fasste auch einen entsprechenden Beschluss. In diesem kommt überdies zum Ausdruck, dass sich die Stadt unverändert an das Ergebnis des Bürgerentscheids von Juni 2012 gebunden sieht. Damals wurde von der Münchner Bevölkerung mehrheitlich der Bau einer dritten Start- und Landebahn im Erdinger Moos abgelehnt.

Dass die dritte Startbahn immer noch nicht gebaut worden sei, habe schon auch mit den Anteilen der Stadt bei der FMG zu tun, machte OB Reiter bei der Sitzung am Dienstag deutlich. Bei Entscheidungen derartiger Tragweite herrsche nämlich ein Einstimmigkeitsgebot im Aufsichtsrat. Die Stadt hält 23 Prozent der Anteile an der Betreibergesellschaft FMG, der Bund 26 Prozent. Der Freistaat Bayern ist mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafter.

Nach den Worten Reiters muss sich die Stadt über eine Wertfestsetzung der Anteile erst Gedanken machen, sobald sich in dieser Frage grundsätzlich andere politische Mehrheiten ergäben. Dies sei aber derzeit nicht der Fall. 2. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) sagte, für ihn sei klar, dass jeder mögliche neue Gesellschafter, der den Anteil erwerben würde, gewiss für die dritte Startbahn stimmen werde. Den Wert der städtischen Flughafen-Anteile bezifferte Schmid auf „wohl deutlich mehr als 500 Millionen Euro“.

Gegen den Beschluss votierten im Wirtschaftsausschuss nur Gabriele Neff (FDP), Georg Schlagbauer (CSU) und Fritz Schmude (ALFA). Neff und Schlagbauer befürworten den Bau der dritten Startbahn. Schlagbauer erklärte, er tue dies in seiner Funktion als Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Schmude sagte, er stehe zwar hinter dem Bürgerentscheid, spreche sich aber für den Verkauf der Anteile an der FMG aus. Mit dem Erlös könne man Sinnvolleres tun, etwa in den Wohnungsbau in der Landeshauptstadt investieren.

Klaus Vick

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