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Der Täter Ulrich G. (55) leidet an einem Verfolgungswahn.

Prozess am Landgericht

Wutausbruch am Geldautomaten mit fatalen Folgen

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„Frau Richterin, ich wollte niemand etwas tun. Ich bin doch selbst seit Jahren krank.“ Nervös zappelt Ulrich G. (55) auf der Anklagebank hin und her.

München - Aus einem Mann, der psychiatrische Hilfe braucht, soll ein brutaler Schläger geworden sein, der einen obdachlosen Mann lebensgefährlich verletzt hat. Um diese Geschichte ging es am Montag am Landgericht. Weil Ulrich G. an Verfolgungswahn leidet, wollte er sich selbst einweisen lassen.

Am 26. März 2016 fuhr er in die Nußbaumstraße, doch die Psychiatrie nahm ihn angeblich nicht gleich auf. Deshalb lief G. zum Goetheplatz, wo er Geld abheben wollte, um sich etwas zu essen zu kaufen. Laut Anklage kam es dort um 23.54 Uhr zu dem Gewaltausbruch. „Um zu dem Automaten zu kommen, musste ich über ersten Obdachlosen steigen“, sagt Ulrich G. „Da wurde ich wütend und habe ihn angeschrien.“ 

So aggressiv, dass Bogdan H. und auch ein zweiter Obdachloser Angst bekamen, ihre Sache packten und die Filiale verließen. Doch laut Anklage wollte Ulrich G. sie nicht einfach gehen lassen. Bogdan H. soll er grundlos ins Gesicht und danach gegen die Brust geschlagen haben. Durch den Stoß fiel er nach hinten und schlug „ungebremst mit dem Kopf auf dem Asphaltboden“ auf, so die Staatsanwältin. Durch den Sturz erlitt er ein Schädel-Hirn-Trauma sowie eine Trümmerfraktur. „Die Verletzungen verursachten eine dauerhafte Schädigung des Gehirns, insbesondere des Sprachzentrums.“ Heute ist Bogdan H. schwer behindert und auf Pflege angewiesen. 

Doch trägt Ulrich H. wirklich die Verantwortung dafür? Er gilt infolge einer Schizophrenie als psychisch krank und dadurch als schuldunfähig. Im Prozess geht es um eine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie. 

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