Petersbergl, Bajuwareneck, Oida Fünfer?

66 namenlose Dörfer in München: Das sind Ihre Vorschläge

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München - Unglaublich, aber wahr: In München gibt es 66 Orte, die keinen Namen haben. Die tz-Leser haben fleißig mitgemacht und zehn roten Fleckerl Namen gegeben.

Kleine Viertel ganz groß: Bei unserer Serie München – Stadt der 477 Dörfer haben wir über eine Woche Geschichten aus unterschiedlichen Bereichen der Landeshauptstadt erzählt, Bereiche, die schon einen Namen haben: Unterdill, Daglfinger Moos, Maxhof, Anger- und Kreuzviertel oder Freiham. Auf unserer Karte gab es aber auch 66 Orte, die noch keine Bezeichnung haben. Die tz-Leser haben fleißig mitgemacht und zehn roten Fleckerl Namen gegeben.

Die meisten Vorschläge trudelten für das namenlose Stadtviertel ein, in dem Rindermarkt und Alter Peter zu finden sind. Wenig verwunderlich, dass ein Gutteil unserer Leser eben Rindermarkt, Sankt Peter oder Petersbergl als Namen vorgeschlagen haben. Gleichwohl: Jemand würde das Eck auch dem Angerviertel zuschreiben, ein anderer schlägt Dom-Viertel vor. Und zu guter Letzt nennt ein Leser den Namen Augustales. Das würde zu einer katholischen Stadt wie München passen.

Weitere Vorschläge für namenlose Viertel gab es beispielsweise für die Gemarkung zwischen Lothstrasse und Leonrodplatz. Dort befinden sich ausschließlich Wohnungen der Stadtwerke. Und die Angestellten bezeichnen dieses Fleckerl als: Am oiden Fünfer! Denn die Stadt hat dort einst ein 32.500 Quadratmeter großes Grundstück erworben und 1928 den neuen Betriebshof 5 errichtet.

Ein Nahverkehrsmittel soll auch Namensgeber für ein kleines Fleckerl im Münchner Norden sein: Dort liegt der Rangierbahnhof. Einst vor den Toren der Stadt, gehört er heute zu München. Und ganz im Westen für die Nummer 81245 schlägt einer unserer Leser Bajuwareneck oder -Viertel vor. „In Anlehnung an Gräberfeld neben uns“, schreibt er weiter.

Machen Sie die roten Dörfer grün

Unser Aufruf an Sie, liebe Leser: Machen Sie die Stadtkarte grün! Leider finden sich auf unserer Karte immer noch rund 60 rote Fleckerl. Sie stehen für die Dörfer, die nach unseren Recherchen noch keinen offiziellen Namen tragen. Auch aus der langjährigen Geschichte gehen keine konkreten Informationen über eine mögliche Namensgebung hervor. Sie wissen es besser, kennen jemanden, der in diesen Stadtteilen lebt oder wohnen gar selbst dort? Dann schicken Sie eine E-Mail mit Ihrer Geschichte an lokales@tz.de oder erzählen Sie uns diese über unser Leserreporter-Tool - damit auch wirklich alle 477 Dörfer einen Namen tragen.

Stadtteilcheck: Machen Sie mit!

Im großen tz-Stadtteilcheck 2013 haben Tausende Bürger ihre Viertel bewertet. Drei Jahre später gibt es jetzt die Neuauflage! Also etwa: Hat sich die Verkehrsanbindung in Allach verbessert? Ist Milbertshofen familienfreundlicher geworden? Um diese Fragen zu beantworten, brauchen wir Ihre Unterstützung, liebe Leser! Mit ihrer Teilnahme können Sie nicht nur viele tolle Preise gewinnen, sondern auch auf Probleme im Bezirk aufmerksam machen. Wie Sie mitmachen können, erfahren Sie hier auf tz.

S. Karowski

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