ManU kommt an: Trainer Sir Alex Ferguson bezog mit seinem Team am Montag Quartier im Westin Grand Hotel. Foto: sampics

Münchens Innenstadt wird zur Fußball-Meile

München - Zum Champions-League-Spiel beim FC Bayern werden 3500 Manchester-Fans in München erwartet. Die englische Polizei warnt, dass unter ihnen etliche gewaltbereite Hooligans sind.

Die Mannschaft kam bereits am Montagmittag an – rund 3500 Fans des englischen Fußball-Clubs Manchester United werden ihrem Team zu dem Champions-League-Spiel beim FC Bayern nach München folgen. Diese werden den heutigen Dienstag über die Innenstadt bevölkern, bevor sie dann raus in die Allianz Arena nach Fröttmaning fahren, wo das Spiel um 20.45 Uhr angepfiffen wird.

Erfahrungsgemäß sind die Gegend rund ums Hofbräuhaus, den Augustiner in der Fußgängerzone sowie die Bars an der Schillerstraße die beliebtesten Treffs englischer Fußball-Fans in München. Laut Polizei-Sprecher Peter Reichl stelle man sich auf laute, trinkfreudige, aber zum Teil auch gewaltbereite Gäste ein. Mit um die „50 gewaltgeneigten Hooligans“ sei zu rechnen, so die Beobachtungen der szenekundigen Beamten aus England. Eine übermäßig hohe Gefahr von Ausschreitungen bestehe jedoch nicht. Dies könnte sich aber je nach Spielverlauf ändern.

Etwa zwei Drittel der Briten wird mit Bussen oder der Bahn anreisen, ein Drittel soll per Flugzeug kommen. Mehrere Sondermaschinen sind bis Mittag angemeldet. Vier Maschinen mit Manchester-Fans starten noch abends nach dem Spiel zurück in Richtung Insel – teils auch Busse. Doch eine größere Anzahl von Fans bleibt über Nacht in München.

Das Polizeipräsidium ist nach eigenen Angaben mit rund 350 Beamten im Einsatz. Auch nach dem Spiel will die Polizei auf „Tuchfühlung“ bleiben, damit die englischen Fans nicht mit den Anhängern aus München aneinandergeraten.

Erst am vergangenen Samstag hatte es vor dem Bundesliga-Spiel Schlägereien zwischen rund 200 gewaltbereiten Anhängern des FC-Bayern-Fanclubs „Schickeria“ und des VfB Stuttgart im U-Bahnhof Universität gegeben.

Sven Rieber

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