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Josef Schmid Münchens zweiter Bürgermeister am Schlagzeug.

Münchner für Münchner

Ein Benefizabend für die Ärmsten

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München ist eine reiche Stadt – dennoch gibt es auch hier Menschen, die eben nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Ein Verein will das ändern – und veranstaltet einen ganz besonderen Benefizabend.

Dieser Anblick macht glücklich. München strahlt und glänzt, liegt friedlich funkelnd im vorweihnachtlichen Glanz einem zu Füßen. Unwillkürlich muss man an das Eugen Roth’sche Zitat denken: Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon, der in München wohnt. Vor allem wenn man in der teuersten Luxus-Immobilie der Stadt logiert, mit vollverglaster Fensterfront, uniformiertem Portier und – die Krönung – einem maßangefertigten Whirlpool, von dem aus man sinnierend auf die Frauenkirche blicken kann.

Dietmar Holzapfel und Ehemann Sepp Sattler haben sich in der Müllerstraße sieben für fünf Millionen Euro die „halbe zwölfte Etage“ gekauft. Die Macher und Inhaber der Deutschen Eiche hat der gigantische Ausblick über ihre Lieblingsstadt bei der ersten Besichtigung „total umgehauen“. Sie kauften, richteten ein, doch blieben samt Hund in ihrem gemütlichen Haus in Taufkirchen wohnen. Und das Loft?

Jean-Paul Gaultier habe hier mal gewohnt, „Tatort“ wurde gedreht – doch am Dienstagabend füllte sich das Luxusloft mit besonders viel Leben und Leidenschaft. Natalie Schmid, weit mehr als nur Bürgermeisters-Gattin, bat zu einem Benefiz-Dinner hoch über den Dächern von München. Für München, genauer gesagt für „Münchner, die unverschuldet in Not geraten sind“, so Natalie Schmid, die vor über einem Jahr dafür einen Verein (Münchner für Münchner) gegründet hat. Man helfe alleinerziehenden Müttern, Senioren, bei denen es nicht zum Nötigsten reiche, Demenzkranken oder, mit den Spenden dieses Abends, einem runtergekommenen Heim für blinde alte Frauen.

Eben denen, die in unserer Stadt nicht auf der Sonnenseite stehen. Krasser könnte der Gegensatz an diesem Abend nicht sein. Das wissen auch die, die gekommen sind, um ordentlich zu spenden.

„Wir sind eine wunderbare, eine reiche Stadt. Und ich finde, wir müssen auch den normalen Leuten hier helfen, die zu kurz kommen“, sagt Hans Hammer, Besitzer der Schrannenhalle. Damit Spenden Spaß macht, gab es für die Lose à 50 Euro kleine bis großformatige Preise. Eine Rathausführung mit Seppi Schmid beispielsweise oder eine XL-Fotografie von Michael von Hassel, die Anna von Bayern gewann.

Wunder witzig: Kabarettist und Musikgenie André Hartmann, der zwischen dem Drei-Gänge-Menü Ex-Kanzler Gerhard Schröder, Angela Merkel und Christian Udegab; Hartmann ist auch Teil der – noch nicht berühmten, aber bezaubernden Band Black Pack – bestehend aus Bürgermeister Schmid, Adi Brunnund Rosenheim-Cop-Schauspieler und Sänger Christian Schaeffer, der mit Songs von Frank Sinatra begeisterte.

Ebenfalls mit dabei: PR-Lady Alexandra Köhnlechner, Dorothée Schlereth (Derag Hotels), die Vereins-Mitgründerinnen Sylvia Philipp, Ilona Groß und Dr.Gisela Mosler, die mit ihrem Mann Harald eine fünfstellige Summe spendete.

Mehr Infos zum Verein unter www.muechner-fuer-muechner.de

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