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Peter Lanz mit Ehefrau Inge von Wrede-Lanz.

Ein Münchner Marken-Zeichen: Peter Lanz wird 80 Jahre alt

München - Peter Lanz gehört in die erste Reihe der deutschen Architekten. OB Christian Ude widmet ihm eine besonders ausführliche Glückwunsch-Botschaft zum 80. Geburtstag am heutigen Donnerstag.

Ein Schaufenster für Mercedes: Der imposante Bau verblüfft das Publikum beim Passieren der Donnersbergerbrücke – eine Arbeit von Peter Lanz.

Dass die Glückwünsche des Oberbürgermeisters zum 80. Geburtstag so ausführlich ausfallen, liegt wohl auch an der langen Freundschaft. Während Lanz längst ein Großer seiner Zunft war und Ude noch als stille Einsatzreserve in der SPD wirkte, wuchs die wechselseitige Wertschätzung.

Jeder Münchner kennt das größte Schaufenster der Stadt an der Donnersbergerbrücke, in dem Mercedes seine Limousinen präsentiert. Diese Vitrine des automobilen Zeitgeistes samt dem Turm ist ein Werk von Peter Lanz.

1958 eröffnete er sein eigenes Büro, nachdem er zur Reifung bei Professor Sep Ruf tätig war. Lanz baute in der Folge preisgekrönte Wohnungen, Schulen, Bankhäuser, konzipierte die Münchner U-Bahnhöfe Dülferstraße und Feldmoching und plante den Kino- und Kommerzkomplex „Mathäser“.

Der Kino- und Kommerz-Palast „Mathäser“ am Stachus hat in dieser Kombination eine Marke in München gesetzt.

Auch in Berlin hat Lanz seine Marken gesetzt. Wo immer er wirkt, schätzen die Auftraggeber eben diese Marken-Zeichen, die vor allem für das eine stehen: gediegene Leistung.

Peter Lanz gehört nicht zu den Leuten, die jeden ihrer Schritte mit großem Wortgeklingel begleiten. Aber in der Kommission für Stadtgestaltung hatte sein Wort Gewicht. Der Einsatz für seine Stadt bescherte den Münchnern neben vielem anderen die neue Eisbären-Anlage im Tierpark. Von Lanz gingen entscheidende Impulse aus, die Praterinsel mit Leben zu erfüllen, die zu einem toten Winkel zu verkommen drohte.

Er wetterte aber auch gegen die brutalen Eingriffe der Straßenring-Planer in das Stadtgefüge. Dieses Engagement lenkte ihn auch in der Kommission für Stadtgestaltung, die noch immer ein gewichtiges Wort einlegen kann, wenn in München etwas aus dem Ruder läuft.

Der Mann und sein Werk werden mit der Medaille „München leuchtet“ in Gold ausgezeichnet, kündigte Oberbürgermeister Christian Ude an.

Eberhard Geiger

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