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Bei „Brot am Haken“ von Michael Spitzenberger kauft man einen zum Beispiel einen Kaffee und lässt den Bon für einen zweiten an ein Brettchen hängen. Bedürftige können sich den Bon nehmen und bekommen den Kaffee ohne großes Nachfragen ausgehändigt.

Paulaner-Brauerei zeichnet insgesamt vier Initiativen aus

Dieser Münchner hilft Bedürftigen mit einer simplen Idee

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München - Wer sich einen Kaffee kauft, hat oft kein Problem, Geld für einen zweiten auszugeben. Davon geht Michael Spitzenberger in seinem Projekt „Brot am Haken“ aus - und hilft so auf einfachem Wege Bedürftigen. Die Paulaner Brauerei zeichnete nun sein Projekt und drei weitere mit dem Salvator-Preis aus.

München ist eine reiche Stadt. Doch auch hier gibt es viele Menschen, die abgehängt sind, scheinbar keinen Platz in der Gesellschaft haben. Deswegen zeichnete die Paulaner-Brauerei gestern mit ihrem neuen Salvator-Preis Projekte aus, die Türen öffnen wollen.

„Wir sind ein Unternehmen, das untrennbar mit der Stadt verbunden ist. Und wir müssen unsere Heimat pflegen“, sagte Geschäftsführer Roland Tobias. 17 Projekte kamen in die Endauswahl. Wir stellen die vier Gewinner-Projekte des Preises vor, die insgesamt mit 70.000 Euro von der Brauerei gefördert werden. 

Brot am Haken

Der Kunde kauft zwei Brezn in der Bäckerei. Nimmt aber nur eine mit – die andere wird als „Bon“ an ein Brettchen gehängt. Und ein Bedürftiger kann sie sich abholen. Diese Idee steckt hinter dem Projekt „Brot am Haken“ von Michael Spitzenberger (49), das mit 30.000 Euro gefördert wird. 34 Bäckereien, Cafés und Eisdielen machen in München schon mit. Einer der Betriebe ist etwa die Kaffeebar „Aroma“ nahe des Alten Südfriedhofs.

Gemeinsames Tanzen

„Es muss was für geflüchtete Frauen passieren“, dachte sich Britta Coy (46e). Denn: Die zahlenmäßig überlegenen Männer stünden meist im Mittelpunkt. Coy arbeitet für den Verein „Juno – eine Stimme für Flüchtlingsfrauen“ und will ein Tanzprojekt starten (10.000 Euro Förderung). Dort sollen bayerische Frauen auf geflüchtete Frauen treffen. „So können gegenseitige Ängste abgebaut werden.“


Hilfe für Kranke

Wer schon mal in der Psychiatrie untergebracht war, hat es schwer, auf dem normalen Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Genau hier hilft das Clubhaus München Giesing, das mit 10.000 Euro gefördert wird. „Unsere Mitglieder lernen hier wieder, was einen arbeitsorientierten Tag ausmacht“, berichten Jennifer Miller (30) und Dominic Bräuer (28). Eine Gruppe von Menschen mit psychischer Erkrankung schnippelt etwa Gemüse fürs Mittagessen, andere helfen im Büro.

Politik-Workshops

Wer sich gut integrieren will, muss sich auch politisch auskennen – findet das „Junge Bündnis für Geflüchtete“. Deswegen wollen die jungen Leute Workshops für Geflüchtete anbieten (mit 20.000 Euro gefördert). In den lockeren Treffen sollen die Teilnehmer das demokratische System näher kennenlernen. „Im Idealfall können Geflüchtete, die schon gut Deutsch sprechen, die Workshops sogar selbst führen“, erzählt Lea Richter (20) vom Bündnis.

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