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Noch kann jeder in das Rathaus spazieren.

Drei Stufen sind im Gespräch

Neuer Plan: Rathaus soll abgeriegelt werden!

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München - Das Rathaus soll sicherer werden! Wie die tz erfuhr, gibt es bereits Pläne, um das Gebäude am Marienplatz zu schützen. Einigen Mitarbeitern kommt das sehr gelegen.

Zaun, Taschen- und Rucksack-Kontrollen - die Sicherheit bleibt ein bestimmendes Thema in München. Aber nicht nur auf der Wiesn. Wie die tz exklusiv erfahren hat, kommt jetzt das Rathaus auf den Prüfstand!

Auf Initiative von Stadtrat Michael Kuffer (44, CSU) hat das Kommunalreferat das Sicherheitskonzept geprüft. "Dass man einen Ort wie das Rathaus besser schützen muss, halte ich seit Jahren für zwingend notwendig", sagt Kuffer. Und tatsächlich sieht es das Kommunalreferat offenbar ähnlich - denn diese Woche werden dem Stadtrat Sicherheits-Vorschläge unterbreitet. Die tz erklärt die drei Konzepte:

Stufe 1 (niedrig): Unter anderem sollen nach 17 Uhr alle Türen in die Gebäude geschlossen sein. Zudem werden die Schlösser schrittweise ausgetauscht. Und während der Dienstzeiten wird ein Objektschutz auf den Fluren patrouillieren.

Stufe 2 (mittel): Das Rathaus wird ­geschlossen - für Touristen. Erlaubt sind nur noch geführte Touren. Das Tor zur Dienerstraße bleibt durchgängig dicht - ebenso wie alle Türen. Hinein kommt man nur mit Schlüssel oder Schlüsselkarte. Ferner gibt es Kameras für die Innenhöfe und Einlasskontrollen, Zutritt nur noch mit Dienstausweis. Und: Die Sicherheitsmitarbeiter haben die Möglichkeit, gegebenenfalls die Taschen der Besucher zu kontrollieren.

Stufe 3 (hoch): Dann ist wirklich dicht: An den Eingängen gibt es Sicherheitsposten mit Detektoren - ähnlich wie am Flughafen. Bei Bedarf kann man die Öffentlichkeit komplett aussperren. Und nahezu jeder Verwaltungs-Mitarbeiter soll mittels Knopf den Alarm auslösen können. Außerdem gibt es Kameras für sensible Bereiche.

Anscheinend noch keine Tendenz

OB Dieter Reiter.

Wohlgemerkt: Bisher sind das alles Vorschläge. Der Stadtrat muss entscheiden, welches Schutzniveau er haben will. Das Referat rät aber zumindest zur ersten Stufe. "Eine Tendenz gibt es noch nicht", sagt ein Stadtrat der tz. OB Dieter Reiter (58, SPD) war stets froh, dass das Rathaus so ein offenes Haus ist. Doch nach den Anschlägen hat sich die Stimmung geändert - längst nicht mehr alle in der Verwaltung sehen das so. Die tz weiß: Einige Mitarbeiter haben beim Gang durch die verwinkelten Flure mittlerweile ein mulmiges Gefühl.

"Dass man etwas machen muss, ist allen Beteiligten klar", sagt ein Stadtrat der tz. Und ein anderer ergänzt: "Schauen Sie sich doch die Vorkehrungen in der Staatskanzlei oder im Landtag an - und wir sind nach allen Seiten offen!" Kuffer: "Wir wünschen uns, dass das Rathaus ein zugänglicher Ort bleibt. Aber angesichts der Erfahrungen soll es auch ein sicherer sein."

Sascha Karowski

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