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Für Verspätungen bei der Münchner S-Bahn wird die Deutsche Bahn jetzt vom Freistaat Bayern zur Kasse gebeten.

Fahrgäste müssen oft Geduld haben

Verspätungen bei der Münchner S-Bahn: DB muss Strafe zahlen

München - Fahrgäste der Münchner S-Bahn haben im vergangenen Jahr oft Geduld gebraucht: Viele Bahnen fuhren mit Verspätung ab. Dafür wird die Deutsche Bahn jetzt zur Kasse gebeten und muss Strafen an den Freistaat zahlen.

Verspätungen im Münchner S-Bahn-Verkehr sind für viele Pendler ein regelmäßiges Ärgernis - die Deutsche Bahn als Betreiberin der Züge muss dafür erneut Strafen an den Freistaat Bayern zahlen. Für das vergangene Jahr wurden 400 000 Euro für Verspätungen und andere Mängel fällig und damit doppelt soviel wie im Jahr zuvor. Diese Zahlen nannte ein Sprecher der Bayerischen Eisenbahngesellschaft in München und bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch). Im vergangenen Jahr seien 95,4 Prozent der Züge pünktlich abgefahren und damit etwas weniger als im Vorjahr mit 95,8.

Ein Grund für die Unpünktlichkeit sei unter anderem der Orkan Niklas vor einem Jahr gewesen, der den S-Bahn-Verkehr stark beeinträchtigte. Zudem gab es mehr Oberleitungsstörungen und „gefährliche Ereignisse“ wie Menschen auf den Bahngleisen. Im Sommer brachten zeitweise auch die hohen Temperaturen den Fahrplan durcheinander, weil Gleise in der Hitze nicht befahren werden konnten.

Mit 840 000 Fahrgästen täglich und 20 Millionen gefahrenen Kilometern pro Jahr ist die Münchner S-Bahn eines größten Nahverkehrssysteme in Deutschland. Bis zum Jahr 2019 bleibt der Betrieb in der Hand der Deutschen Bahn. Danach soll es mehr Wettbewerb auf der Strecke geben. 

In den kommenden Wochen wird es auf Grund von Bauarbeiten in der Nähe des Hauptbahnhofs vermutlich erneut zu Verspätungen kommen.

dpa

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