Beate Uhse stellt Insolvenzantrag

Beate Uhse stellt Insolvenzantrag
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Felix rettete einem Kumpel das Leben, weil er geistesgegenwärtig den Notruf wählte.

Er handelte geistesgegenwärtig

Felix rettet Kumpel das Leben - und ist froh und wütend

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München - Dieser couragierte Einsatz verdient allerhöchsten Respekt: Weil er sich Sorgen um einen Freund aus Koblenz machte, alarmierte ein Münchner Schüler die Polizei - und rettete dadurch seinem 15-jährigen Kumpel das Leben.

Am Tag danach fragte sich der Münchner Schüler Felix (16), ob er alles richtig gemacht hat. Ob Sebastian (15; Name geändert) ihn nun vielleicht hassen wird. Dabei wäre der 15-jährige suizidgefährdete Bub aus dem gut 500 Kilometer entfernten Koblenz vielleicht nicht mehr am Leben, wenn Felix nicht so blitzschnell reagiert hätte …

Felix ist ein großer Eisenbahnfan und initiierte auf Instagram vor einem Jahr die Seite trainspotter.gegen.mobbing – mit großem Erfolg. Er hat schon 815 Abonnenten und 22.339 Beiträge. „In meiner Altersgruppe gelten Eisenbahnfans als hobbylos. Dagegen wollte ich was tun.“ 

„Er schrieb: ‚Tschüs Felix‘ - mit Winke-Smiley!“

Seit zwei Monaten hatte er öfter Kontakt zu einem Schüler aus Koblenz: „Der wurde gemobbt, weil er Eisenbahn und Pferde liebt. Außerdem hat er große Probleme in der Familie. Ich habe ihn immer aufgebaut.“ Am Montag war Sebastian total am Ende. „Er schrieb im Internet: ‚Ich will einfach nur sterben.‘ Dann kam ein Foto von seinem aufgeschlitzten Arm und einer Messersammlung mit dem Zusatz: ‚Welches soll ich nehmen?‘ Zuletzt schrieb er noch: ‚Tschüs Felix‘ – mit Winke-Smiley! Da wählte Felix den Polizeinotruf 110. 

Die Beamten kamen sofort, orteten Sebastian über sein Handy. Schon eine Stunde später wurde er in Koblenz in die Jugendpsychiatrie gebracht und bekommt nun die Hilfe, die er braucht. Und Felix? Der ist froh und wütend zugleich: „Wie kann es sein, dass es niemanden gibt, der ihn besser kennt als ich?“

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen oder Suizidversuche, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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