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Probebetrieb beendet

Das Münchner Semesterticket bleibt erhalten

Die Zukunft des Semestertickets ist gesichert. Vertreter von MVV und Studentenwerk unterschreiben langfristige Vereinbarung.

München - Ursula Wurzer-Faßnacht, Geschäftsführerin des Studentenwerks, Alexander Freitag, Geschäftsführer des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV), sowie Norbert Specht, Marketingchef des MVV, haben am Mittwoch eine Vereinbarung unterschrieben. Das Ticket wird somit zum dauerhaften Angebot im Münchner Nahverkehr.

Das Preismodell stammt aus der Testphase, wobei sich die Kosten leicht erhöht haben. Das Ticket ist als „Zwei-Komponenten-Modell“ mit einem obligatorischen Sockelbeitrag im Angebot: Alle Studenten müssen pro Semester einen Grundpreis von 66,50 Euro zahlen. Sie dürfen den Münchner Nahverkehr am Wochenende durchgehend nutzen, unter der Woche nur ab 18 Uhr. Wer sich zusätzlich die „IsarCardSemester“ leistet, darf den Münchner Nahverkehr uneingeschränkt nutzen. Sie kostet zusätzlich 193 Euro.

Bis das Dokument zum dauerhaften Angebot eines Münchner Semestertickets unterschriftsreif war, vergingen langwierige Verhandlungen und Testphasen. Bereits im Jahr 2004 diskutierten alle beteiligten Parteien die Idee eines solchen Tickets, als es andere Hochschulstädte schon längst eingeführt hatten. Fast zehn Jahre später, im Wintersemester 2013/14 startete der erstmalige Probebetrieb. Die damals eingeläutete Testphase ist mit der am Mittwoch unterschriebenen Vereinbarung endgültig vorbei. Entscheidend war auch eine Urabstimmung der Studierenden an den drei größten Münchner Hochschulen im Jahr 2016. 96,7 Prozent der Studenten sprachen sich für das Ticket aus.

Mindestens sechs Parteien saßen regelmäßig am Verhandlungstisch, um die jetzige Übereinkunft zu erzielen: der MVV, die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern, die Verkehrsbetriebe der Verbundlandkreise, die federführende MVV GmbH und die Studierenden der Münchner Hochschulen. Sie begleiteten und unterstützten die Vertragsverhandlungen mit ihrem „Arbeitskreis Mobilität“.

Die Verhandlungsparteien sind zufrieden. MVV-Chef Freitag sagte: „Ich freue mich, dass die langen und intensiven Verhandlungen erfolgreich waren.“ Studentenwerks-Geschäftsführerin Wurzer-Faßnacht hob die Urabstimmung der Studenten noch einmal hervor: „Auf dieser Basis hat das Studentenwerk heute den Vertrag zur Fortführung des Semestertickets unterzeichnet.“   

Lesen Sie hier: Protest gegen MVV-Preise „Schüler fordern 15-Euro-Ticket“

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Hüseyin Ince

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