39. Münchner Stadtlauf

Stadtlauf: Viel Laufspaß trotz nasser Füße

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Von seiner sportlichsten Seite hat sich München am Sonntag gezeigt: 16 500 Frauen, Männer und Kinder starteten beim SportScheck Stadtlauf. Der teils heftige Regen war vielen sogar lieber als die große Hitze.

Der Start bei Halbmarathon und Kinderlauf verlief noch ohne Regen, erst danach wurde es nass. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch. 

München - Ein wenig gemein war es schon: Pünktlich, als die letzten Läufer der 5-Kilometer-Distanz das Ziel erreichten, hörte es auf zu regnen. Doch den meisten war das kühle Nass von oben ohnehin lieber als die Hitze der vergangenen Tage. Nass, aber sichtlich glücklich war auch Edith Kellner nach dem Lauf. Die Merkur-Leserin ging zusammen mit Olympiagewinner Nils Schumann als ihrem Pacemaker auf die 5-Kilometer-Strecke. Nach einem kurzen Vorgespräch startete das Gespann um 12.45 Uhr, genau eine halbe Stunde später liefen sie zusammen durchs Ziel. „Einfach nur toll“, fasst die 53-Jährige zusammen, die erst vor Kurzem wieder mit dem Laufen begonnen hat, aber viel schwimmt und radelt. „Er hat mir gute Tipps gegeben, sich ganz nach mir gerichtet und mir immer gesagt, wie weit es noch ist“, sagt sie. „Ich habe auch darauf geachtet, dass sie anfangs nicht zu schnell wurde“, sagt Nils Schumann. „Es ging ja nicht vor allem ums Ergebnis, sondern ums Lauferlebnis.“ Und das wird Edith Kellner so schnell nicht mehr vergessen. „Ich bin schon stolz, mit Nils Schumann gelaufen zu sein.“

Ein weiteres Gespann: der blinde Bahnan Gaffari mit Armin Grasshoff (oben). Eine SambaGruppe (li.) sorgte für Rhythmus.

Trotz des Regens, der gegen 9 Uhr einsetzte, feuerten viele Tausend Zuschauer die Athleten an. Den Halbmarathon machten die teilnehmenden Olympioniken unter sich aus: Bei den Frauen gewann Marathon-Läuferin Lisa Hahner in 1:15:01 Stunden, gefolgt von ihrer Zwillingsschwester Anna. Bei den Männern kam Lokalmatador Sebastian Hallmann nach 1:11:07 Stunden ins Ziel. Der schnellste Mann beim 10-Kilometer-Lauf war nach 34:21 Minuten wieder im Ziel, die schnellste Frau war nur eine Minute langsamer.

Merkur-Leserin Edith Kellner ging unter fachkundiger Anleitung von Olympiasieger Nils Schumann auf die 5-Kilometer-Strecke. 

Gut fanden alle den neuen Start- und Zielbereich auf der Ludwigstraße, Höhe Theresienstraße. Hier hatten die Läufer mehr Platz als in den vergangenen Jahren am Marienplatz und zudem eine grandiose Aussicht auf Odeonsplatz und Theatinerkirche.

Rubriklistenbild: © Schlaf

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