Schwer verletzt

Münchner Tourengeher (35) von Lawine 200 Meter in die Tiefe gerissen

  • schließen

Ein Münchner wurde von einem Schneebrett am Brünnstein (Landkreis Rosenheim) rund 200 Meter in die Tiefe gerissen. Die Rettungsaktion gestaltete sich äußerst schwierig.

Landkreis Rosenheim - Am Sonntag gegen 13.45 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle in Rosenheim ein Notruf einer Tourengeherin ein, die sich bei der Abfahrt von der Brünnstein-Schanze im Gemeindegebiet Oberaudorf von ihren zwei Begleitern getrennt hatte. Sie gab an, seit über einer Stunde auf dem Parkplatz auf ihre beiden Begleiter gewartet zu haben. 

Sofort wurde die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden alarmiert. Der Einsatzleiter versuchte, Kontakt mit der Melderin aufzunehmen. Noch bevor er sie erreichen konnte, ging bereits die zweite Lawinenmeldung im Bereich der Brünnstein-Schanze ein. 

Einer der Begleiter der Frau, ein 35-jähriger Tourengeher aus München, hatte unmittelbar nach Einfahrt in eine Nordrinne auf etwa 1400 Meter selbst das Schneebrett ausgelöst und war von dieser gut 200 Höhenmeter in die Tiefe gerissen worden. Der zweite Vermisste konnte auf dem Lawinenkegel abfahren und schließlich mit Hilfe des Lawinen-Verschütteten-Geräts (LVS) seinen Tourenpartner orten und nach gut 20 Minuten lebend, aber schwer verletzt ausgraben.

Hier geht es zu unserem Ticker zur aktuellen Lawinengefahr, den wir täglich aktualisieren. 

Ein Rettungshubschrauber konnte aus der Luft die ungefähre Stelle lokalisieren, an der die beiden Tourengeher vermutet wurden, und setzte zwei Bergretter dort ab.  In drei weiteren Anflügen konnten insgesamt sieben Bergretter mit Einsatzmaterial in die Nähe der Unfallstelle transportiert werden, ehe starker Schneefall einen weiteren Hubschraubereinsatz unmöglich machte.

Die Einsatzkräfte, darunter auch zwei Bergwacht-Notärzte, versorgten den Schwerverletzten und unterkühlten Patienten. Wegen des starken Schneefalls konnte der Hubschrauber nicht zum Abtransport genutzt werden. So musste der Verletzte etwa 100 Meter bis zum Forstweg abgeseilt werden ehe er dann zum Tatzelwurm Waldparkplatz transportiert und an den Rettungsdienst zum weiteren Transport in die Klinik übergeben werden konnte.

Mehr Informationen zu den Rettungseinsätzen am Wochenende im Landkreis Rosenheim und Berchtesgadener Land, finden Sie bei rosenheim24.de*

Quelle: Pressemitteilung Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden

*rosenheim24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Feringasee-Mord: Die Tatversion des Angeklagten bröckelt
Ist er ein eiskalter Killer – oder war alles nur ein schreckliches Unglück? Seit Anfang September steht Konstantin V. (33) wegen Mordes vor Gericht. Nun meldet sich ein …
Feringasee-Mord: Die Tatversion des Angeklagten bröckelt
München hat‘s kalt erwischt: Erkältungswelle rollt über die Stadt
Husten, Schnupfen und Heiserkeit machen sich in München breit. Dabei hat die Grippewelle die Landeshauptstadt noch gar nicht erreicht. Das zuständige Referat rät zur …
München hat‘s kalt erwischt: Erkältungswelle rollt über die Stadt
Polizei sucht Schläger: Opfer fotografierte seinen Peiniger - mit Erfolg
Zwei Männer attackierten in München Fahrgäste im Bus und an U- und S-Bahnstationen. Am Sonntag hat die Polizei Fotos der Schläger veröffentlicht - offenbar mit Erfolg.
Polizei sucht Schläger: Opfer fotografierte seinen Peiniger - mit Erfolg
Feuerwehreinsatz in Pasing beendet - Folgeverspätungen im Gesamtnetz - Störung in Unterföhring
Zahlreiche Pendler sind auf den S-Bahn-Verkehr angewiesen. Doch immer wieder kommt es zu Störungen, Sperrungen und Ausfällen. In unserem News-Ticker informieren wir Sie …
Feuerwehreinsatz in Pasing beendet - Folgeverspätungen im Gesamtnetz - Störung in Unterföhring

Kommentare