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Beim Handy-Empfang gibt es noch Optimierungsbedarf im Münchner Untergrund.

Zwei Monate nach Einführung

U- und S-Bahn: Wo und wann das LTE-Netz noch besser wird

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Seit zwei Monaten ist das schnellere LTE-Netz im Münchner Untergrund in Betrieb. Doch noch nicht überall klappt es optimal mit dem Surfen in U- und S-Bahn. Wir haben bei MVG und Vodafone nachgefragt, wie die weiteren Pläne aussehen.

Im Münchner Untergrund ist seit rund zwei Monaten das schnelle LTE-Netz in Betrieb. „Seit Freitag, 31. März sind nahezu alle unterirdischen Bereiche der U-Bahn mit dem schnellen mobilen Internet versorgt“, hieß es in der damaligen Pressemeldung. Endlich kein langes Warten mehr, bis Videos oder andere Web-Inhalte auf dem Smartphone geladen sind. Sogar Streamen von Filmen oder Live-TV soll jetzt in der U-Bahn möglich sein. Für viele Fahrgäste eine lang ersehnte Verbesserung, haben sie doch gerade während der Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln Zeit, ihre Emails zu bearbeiten oder einfach im Internet zu surfen. 

Fahrgäste klagen über vereinzelte Funklöcher

Doch an einigen Stellen ist der Empfang noch ausbaufähig. Einige Fahrgäste beklagen auch nach der Umstellung lange Ladezeiten und „Smartphone-Funklöcher“.

„Das LTE-Netz scheint in der U-Bahn noch nicht so gut ausgebaut zu sein. Erst habe ich LTE und plötzlich werde ich auf UMTS umgeschaltet und die Seiten lassen sich nur ganz schwer aufbauen...“ schreibt uns beispielsweise Markus Venus Anfang April in seinem Kommentar auf tz.de. Nach wie vor beklagen Fahrgäste auch Probleme bei Telefonaten. So bricht die Handyverbindung beispielsweise auf der Rolltreppe zur U-Bahn am Hauptbahnhof oder auf der Fahrt zwischen Bonner Platz und Münchner Freiheit ab, berichten tz.de-Leser. 

An diesen Stationen wird das Netz weiter ausgebaut

Auf Anfrage verweist die MVG auf die drei Mobilfunkbetreiber, Vodafone, Telekom und Telefónica, die für das Netz und deren Qualität zuständig sind. Federführend ist Vodafone am Ausbau beteiligt. Dass einzelne Streckenpunkte noch optimiert werden müssen, ist dort bekannt. Für Kundenhinweise sei man dankbar und kündigt erste Schritte der Feinjustierung und Optimierung an. Diese konzentrieren sich auf den Kernbereich des Liniennetzes, also die Stationen Hauptbahnhof, Sendlinger Tor, Stachus, Odeonsplatz und Marienplatz. „Wir werden die entsprechenden Verbesserungsmaßnahmen voraussichtlich bis Ende Juli umsetzen“, sagt Volker Petendorf, Pressesprecher bei Vodafone.

Insgesamt zeigt sich der Mobilfunkanbieter aber zufrieden: „Das LTE-Netz in der Münchner U-Bahn hat einen guten Start hingelegt. Das täglich übertragene Datenvolumen liegt sogar über den Erwartungen. Auch werden in weiten Teilen des Streckennetzes die angekündigten LTE-Höchstgeschwindigkeiten von 70 Mbit/s erreicht“, heißt es von Vodafone weiter. 

Ausbaupläne für die S-Bahn erst 2018

Für die Mobilfunk-Versorgung in der Münchner S-Bahn sind laut Petendorf dagegen erst im Jahr 2018 konkrete Ausbaupläne vorgesehen. 

Bis dahin wird sich auch im U-Bahnnetz noch einiges tun. Zu den aktuell verwendeten LTE-1800-Frequenzen sollen in den nächsten Monaten auch LTE-2600-Frequenzen in den zentralen Bahnhöfen installiert werden, so dass weitere Kapazitäten an den Knotenpunkten geschaffen werden. Mit der Inbetriebnahme im Laufe des Jahres 2018 können Geschwindigkeiten von bis 150 Megabit pro Sekunde erreicht werden. 

vh

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