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US-Deserteur André Shepherd.

Münchner Verwaltungsgericht

Asylverfahren für US-Deserteur

München - Schon vor acht Jahren reichte der US-Amerikaner André Shepherd sein Asylgesuch in Deutschland ein. Nach einem Einsatz im Irak-Krieg war er desertiert. Jetzt befasst sich das Verwaltungsgericht mit dem Fall.  

Sein Fall ist ein sehr heikler – für ihn selbst, aber auch die beteiligten Gerichte. Nun steht die nächste Verhandlung an: Mitte des Monats, am 16. November, wird über das bereits vor acht Jahren eingereichte Asylbegehren des heute 39 Jahre alten US-Deserteurs André Shepherd am Münchner Verwaltungsgericht verhandelt. 

Shepherd wollte sich nach einem ersten Einsatz im Irakkrieg im Jahr 2004 „nicht weiter an Kriegsverbrechen beteiligen“, wie er sagt. Er desertierte 2007, floh und beantragte im November 2008 Asyl in Deutschland. In seinem Antrag beruft er sich auf die Qualifikationsrichtlinie der Europäischen Union, mit der geschützt werden soll,wer sich einem völkerrechtswidrigen Krieg oder völkerrechtswidrigen Handlungen entzieht und mit Verfolgung rechnen muss. 

Zuletzt legte der Europäische Gerichtshof im Februar 2015 zum Asylantrag von Shepherd Grundsätze für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in München dar. Darin sprach er Shepherd das Recht zu, sich als als indirekt am Krieg beteiligter Mechaniker von Apache Hubschraubern auf die Qualifikationsrichtlinie zu berufen. 

Die Geschichte des US-Deserteurs ist zu einem weltweit beobachteten Präzedenzfall geworden – auch wegen der Frage um die Rechtmäßigkeit der Kriegsführung der USA im Irak.

sri

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