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Prozess um Diebstahl und illegalen Handel mit Dopingmitteln

Leidet bis heute an den Folgen

Münchner wegen Dopings verurteilt

München - Ein 21-jähriger Mann ist vom Amtsgericht München wegen des unerlaubten Erwerbs von Arzneimitteln zu Dopingzwecken bestraft worden. Er hatte auf einem Parkplatz Testosteron und Nandrolon gekauft.

Wie erst jetzt bekannt wurde, war der junge Mann bereits Mitte Mai dazu verurteilt worden, 400 Euro an einen gemeinnützigen Verein für Drogenabhängige zu zahlen. Außerdem muss er an fünf Drogenberatungsgesprächen teilnehmen.

Im November 2014 hatte der Münchner von einem Bekannten auf einem Parkplatz in Freising mehrere Ampullen Testosteron und Nandrolon sowie 50 Tabletten Tamoxifen gekauft. Diese Arzneimittel eignen sich dazu, schneller Muskeln aufzubauen. Der Verurteilte, der regelmäßig trainiert und eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann absolviert, verwendete die Anabolika für den Eigenkonsum. Da er vom Verkäufer keine Dosierungsempfehlungen bekommen hatte, recherchierte er selbst, wie er die Mittel einnehmen könnte. „Ich wollte das eigentlich über einen längeren Zeitraum nehmen, aber dann habe ich Atembeschwerden und Herzstechen bekommen, deswegen habe ich damit aufgehört und es weggeschmissen“, sagte er vor Gericht. Außerdem funktioniere seit der Einnahme seine Blase nicht mehr richtig, so der 21-Jährige.

Strafmildernd berücksichtigte die zuständige Richterin die Tatsache, dass der junge Mann nicht vorbestraft ist. Zudem leide er nach wie vor unter Nebenwirkungen der Anabolika und habe die Einnahme aus eigenem Antrieb eingestellt, heißt es in der Urteilsbegründung. Das Gericht wendete in dem Fall das Jugendstrafrecht an, weil es davon ausging, dass bei dem zur Tatzeit 20-jährigen Münchner noch Reifeverzögerungen vorlagen.  

km

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