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Der mutmaßliche NSU-Terrorhelfer Ralf Wohlleben. 

Privates vom Neonazi

So lebte der mutmaßliche NSU-Terrorhelfer Wohlleben

Eine Ausreißer-Tour mit Uwe Böhnhardt, Hausarrest als Kind, stabile Ehe – der mutmaßliche NSU-Terrorhelfer Ralf Wohlleben gibt Auskunft über Privates. Richtig zur Sache soll es erst im neuen Jahr gehen.

Einen Tag nach seiner umfassenden Aussage im Münchner NSU-Prozess hat der angeklagte frühere NPD-Funktionär Ralf Wohlleben bereitwillig erste Fragen des Gerichts beantwortet. Am letzten Verhandlungstag vor der Weihnachtspause gab der 40-Jährige gestern weitere Einblicke in seine Kindheit und Jugend. Zum Tatvorwurf soll Wohlleben vom Oberlandesgericht München erst von Mitte Januar an befragt werden. Dann werden auch die schriftlichen Antworten der Hauptangeklagten Beate Zschäpe auf die umfangreichen Nachfragen des Gerichts erwartet.

Als 17-Jähriger sei er einmal ausgerissen, und zwar zusammen mit Jungen aus seiner Clique. Auch Uwe Böhnhardt, einer der beiden späteren mutmaßlichen NSU-Mörder, sei dabei gewesen. Gemeinsam seien sie zuerst mit der Bahn von Jena nach Gera gefahren. Dort hätten sie zwei Autos gestohlen, mit denen sie bis zur deutsch-österreichischen Grenze gefahren seien. Die Autos hätten sie in einem Steinbruch abgestellt und seien dann zu Fuß nach Österreich gegangen. Dort habe die Polizei sie aufgegriffen und zurückgebracht.

Wohlleben beantwortete auch Fragen zu seinem Privatleben. Zum Verhältnis zu seiner Ehefrau sagte er: „Ich würd’s als sehr gut bezeichnen.“ Das sehe man daran, „dass sie mich hier unterstützt und in der Haft besucht“. Seine Frau hat während der bisher 252 Verhandlungstage immer wieder als Angeklagtenbeistand neben ihm im Gericht gesessen. Der Prozess soll am 12. Januar weitergehen. Dann will das Gericht weitere Fragen an Wohlleben und Beate Zschäpe richten.

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