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Verspätung angesagt:Eine Tarifreform des MVV lässt noch auf sich warten.

Zentrale Fragen immer noch umstritten

Verspätung mit Ansage: Deshalb lässt MVV-Tarifreform auf sich warten

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Die Reform des MVV zieht sich noch länger hin, als ohnehin befürchtet. Werden die offenen Streitpunkte dabei geklärt, kommt es für die Fahrgäste zu gravierenden Änderungen.

Am Freitag hätte bei einem finalen Gespräch eine Entscheidung fallen sollen, wie die Reform des Münchner Verkehrsverbundes (MVV) nun umgesetzt werden könnte. Doch die SPD im Münchner Stadtrat hat noch Klärungsbedarf, der Termin wurde verschoben. Die Reform gilt dem Vernehmen nach noch nicht als gescheitert. Es gibt aber Überlegungen zu möglichen Alternativen.

Offen sind nach wie vor Streitpunkte wie der einheitliche Tarif für die Stadt oder das Sozialticket. Der einheitliche Tarif, also eine Zusammenfassung der Ringe 1 bis 4, hätte eine Verteuerung für diejenigen Kunden zur Folge, die bisher lediglich für die Ringe 1 bis 2 bezahlen mussten. Derzeit wären das 133 000 Menschen, die etwa zehn Euro im Monat mehr zu investieren hätten.

Beim Sozialticket hapert es ebenfalls an der Frage der Finanzierung. Eine Isar-CardS für hilfeberechtigte Menschen gibt es bislang nur für Bewohner der Stadt und des Landkreises München, finanziert durch die jeweilige Kommune. Im Rahmen der Reform soll im gesamten Verbund ein Sozialticket eingeführt werden. Dem müssten alle acht Landkreise zustimmen, die Mitglied im MVV sind – und dafür zahlen. Doch die Euphorie hält sich in Grenzen.

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Im Münchner Rathaus gibt es Überlegungen zu Alternativen. Denkbar ist auch eine kleinere Reform, bei der dann lediglich das System aus Ringen, Kreisen und Zonen vereinfacht werden könnte – ohne den München-Tarif. Weiter wird über eine Münchner Lösung spekuliert, bei der die Stadt selbst Geld in die Hand nehmen würde, um etwa ein Schülerticket zu installieren, mit dem dann Kinder- und Jugendliche in der Stadt mit einem einfachen Billett unterwegs sein könnten.

Die Reform soll im Sommer 2019 umgesetzt werden, nachdem der avisierte Zeitplan Dezember 2018 nicht eingehalten werden kann. Der MVV braucht offenbar mindestens ein Jahr, um alle Kartenautomaten und das Rechnungswesen auf die neuen Tarife umzustellen.

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