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Große Reform, viele Kunden: Täglich nutzen 1,9 bis 2 Millionen Fahrgäste den MVV.

Berechnungsmodell abgelehnt

MVV-Tarifreform zu teuer: Stadt stoppt die Bahn

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Das wäre teuer geworden. Wie die unsere Redaktion erfahren hat, lehnt die Stadt das jüngste Berechnungsmodell der Deutschen Bahn für einen Einheits-Zeitkarten-Tarif Innenstadt ab.

München - Der soll zum Fahrplanwechsel 2018 die vier Ringe ersetzen. Doch: Für einige Kunden würden die Preise um bis zu 17 Prozent steigen! Jetzt soll die DB nacharbeiten und bis Ende November eine neues Konzept vorlegen. Die Stadt stoppt die Bahn!

Für die Ringe 1 bis 4 gibt es bislang nur ein Tagesticket Innenraum als Pauschale. Mit der Tarifrefom soll es auch ein Monatsabo, die Isarcard Innenraum, geben. Die Bahn hatte nun mit einem Einheits-Preis von 64,50 Euro monatlich kalkuliert. „Die Stadt hat wohl von Anfang an gesagt, dass sie die Reform nicht mitträgt, wenn dieser Preis rauskommt“, sagt ein Insider. Und so kam es.

Denn die 64,50 Euro müssten auch von den MVV-Kunden gezahlt werden, die nur zwischen den Ringen 1 und 2 fahren. Diese Pendler hatten bisher für die Monatskarte 54,50 Euro ausgegeben. Günstiger würde es aber tatsächlich für Fahrten zwischen den Ringen 1 bis 3 (bisher: 65,80 Euro) und für vier Ringe (78,20 Euro).

„Bei einer Reform kann es nicht nur Gewinner geben“

Täglich nutzen 1,9 bis 2 Millionen Fahrgäste den MVV. Laut einer Vorlage des Referates für Arbeit und Wirtschaft, mit der sich in der kommenden Woche der Wirtschaftsausschuss befassen soll, geht die Verwaltung davon aus, dass 77 Prozent aller MVV-Kunden Zeitkarten für den Münchner Innenraum kaufen. Davon wiederum 68 Prozent für die Ringe 3 und 4, die übrigen 32 mithin für die Ringe 1 bis 2.„Bei einer Reform kann es nicht nur Gewinner geben“, sagt ein weiterer Insider. „Aber es soll eben auch nicht wesentlich teurer werden.“

Die Tarifreform soll zum Fahrplanwechsel 2018 greifen. Unter anderem ist neben dem einheitlichen München-Tarif für die Zeitkarten bislang auch geplant, in den Außenbereichen Ringe zusammenzufassen: Aus zwei Ringen soll ein Tarifkreis werden, der dann sowohl für Zeit- als auch Einzelkarten gilt.

Damit soll laut Referats-Vorlage die „derzeit sehr komplexe und vielfach kritisierte Darstellung mit Zonen und Ringen“ vereinfacht werden. Weiter verspricht sich die Stadt mehr Anreize für Bürger, den ÖPNV auch in der Freizeit zu nutzen.

Über die Tarifreform entscheidet die Gesellschafterversammlung des MVV. Die setzt sich aus Vertretern des Freistaats und der Bahn, der Stadt und der acht Umlandlandkreise zusammen.

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