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Auf die Pendler in S-Bahn, Bus und Tram im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) kommt wieder eine Erhöhung der Ticketpreise zu.

Um mehr als zwei Prozent

MVV-Tickets werden wieder teurer

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München – Die letzte Tariferhöhung ist erst ein Jahr her. Aber auf die Pendler in S-Bahn, Bus und Tram im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) kommt wieder eine Erhöhung der Ticketpreise zu.

Die Gesellschafterversammlung wird das am Freitag beschließen, erfuhr der "Münchner Merkur" aus sicherer Quelle.

Schon seit Monaten diskutieren Vertreter von Freistaat, Stadt München und Landkreisen zusammen mit der Deutschen Bahn und dem MVV über verschiedene Modelle. Auch in dieser Woche gab es schon Gespräche. Jetzt ist sicher, dass eine Erhöhung um zwei Prozent plus x droht. „Wir verhandeln noch“, erklärte der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (CSU), der Sprecher der Verbund-Landkreise ist. Erfreulich sei, dass es im Gegensatz zu früher keine Versuche gebe, Pendler aus dem Umland gegenüber denen aus der Stadt überproportional zu belasten. Details sind noch unklar, zum Beispiel, ob in diesem Jahr die Streifenkarte teurer wird. Die letzte Tariferhöhung ist erst ein Jahr her – damals waren die Ticketpreise um 2,8 Prozent angestiegen, im Jahr davor sogar um 3,6 Prozent. Der MVV rechtfertigt den Preisanstieg regelmäßig mit dem Hinweis auf Steigerung von Kosten vor allem beim Personal.

Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert für dieses Jahr eine Nullrunde. Diese gab es beim MVV zuletzt im Jahr 2003. Auf eine Preiserhöhung völlig zu verzichten, sei auch in diesem Jahr keine Option. Das sei „nicht mehrheitsfähig“, hieß es aus Kreisen der Gesellschafter. Offen ist, ob es diesmal Verbesserungen geben wird, beispielsweise eine Absenkung der Preissprünge an den Zonengrenzen. Der MVV hat in diesem Jahr eine Tarifstrukturreform („einfach, transparent, gerecht“) eingeleitet, die aber noch Zukunftsmusik ist. Bis 2025 soll der MVV-Tarif „zum modernsten Tarifsystem Europas reformiert werden.

dw

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