Mysteriöse Mordserie: Polizei fährt Zahl der Ermittler zurück

Nürnberg - Nach jahrelangen vergeblichen Ermittlungen fährt die Polizei ihre Anstrengungen zur Aufklärung einer mysteriösen bundesweiten Mordserie an neun ausländischen Gewerbetreibenden zurück. Statt bisher 48 Beamten aus ganz Bayern werden künftig nur noch 9 Ermittler an den Fällen arbeiten, teilte die Nürnberger Polizei am Donnerstag mit. Allen Bemühungen zum Trotz gebe es weiterhin keine heiße Spur.

Zwischen September 2000 und April 2006 waren insgesamt acht Türken und ein Grieche erschossen worden. Drei Morde hatten sich in Nürnberg ereignet, zwei weitere in München, je ein Mord geschah in Hamburg, Rostock, Dortmund und Kassel. Während der Ermittlungen wurden den Angaben zufolge bundesweit mehr als 11 000 Personen überprüft. 32 Millionen Datensätze wurden auf eine mögliche Anwesenheit von Personen an den jeweiligen Tatorten abgeglichen.

Alle diese Spuren seien nun zum Großteil abgearbeitet, hieß es. Es sei jedoch alles vorbereitet, falls sich die Serie fortsetze. In diesem Fall könne sofort wieder auf die eingearbeiteten Kräfte zurückgegriffen werden. Der Leiter der Ermittlungsgruppe "Bosporus", Wolfgang Geier, zeigte sich zuversichtlich, dass die Mordserie geklärt wird, auch wenn es noch Jahre dauern sollte.

Bei allen Taten waren die Schüsse aus einer tschechischen Pistole der Marke Ceska abgefeuert worden. Die neun Opfer waren alle an ihrem Arbeitsplatz erschossen worden. Eine direkte Verbindung zwischen ihnen bestand nicht.

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