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Die S-Bahn braucht zu lange zum Flughafen. Eine Express-Verbindung ist aber nicht möglich - zumindest derzeit. 

Nach Aus für Flughafen-Express: Stadträte erbost - Airport setzt auf Freistaat 

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Dass der Flughafen München seine Pläne für eine Expressbahn zum Airport begraben hat, sorgt im Münchner Rathaus auch einen Tag später noch für Unmut.

Die CSU wirft Rot-Grün vor, den Ausbau jahrelang torpediert zu haben. Die Grünen kritisieren, dass sich alles nur auf den S-Bahn-Tunnel konzentriere. Und die ÖDP fordert eine Verbesserung der Anbindung, bevor überhaupt über eine weitere Startbahn nachgedacht wird.

Wie berichtet, hat der Flughafen München seine Pläne für eine eigene Expressbahn aufgegeben. Als Grund nannte eine Sprecherin unter anderem fehlende Kapazitäten am Haupt- und am Ostbahnhof. „Diese Konsequenzen muss man nun tragen“, sagt CSU-Vize Hans Podiuk. Der Freistaat und der Flughafen hätten viel versucht, um eine Verbesserung zu erreichen. Aber 24 Jahre sei unter Rot-Grün der Flughafen als Negativeinrichtung propagiert worden. Darum seien alle Versuche gescheitert. Nicht zuletzt der Transrapid. „Das war eine persönliche Leistung des damaligen OB Christian Ude, den zu verhindern“, sagt Podiuk. „Mittlerweile fahren die sehr gut in China, aber nicht bei uns.“

Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher sagte, dass die Flughafenanbindung symptomatisch für den öffentlichen Verkehr in der Region sei. „Hier hat sich alles nur auf den S-Bahn-Tunnel konzentriert. Die Vernetzung fehlt.“ Der Erdinger Ringschluss werde für die Region zusammen mit der Anbindung aus dem Raum Mühldorf Verbesserungen bringen.

Johann Sauerer (ÖDP) schimpft: „Es ist ein Unding, dass man vom Münchner Westen drei-, wenn nicht viermal schneller mit dem Auto am Flughafen ist als mit den Öffentlichen. Bevor der Flughafen eine dritte Startbahn plant, sollte er eine bessere Anbindung planen.“

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert, das Scheitern der Expressbahn als Eigentor von Freistaat und Stadt. „Nach Scheitern des Transrapids haben sich beide nur auf den Ausbau der S8 gestürzt“, sagt Sprecher Andreas Barth. Vorschläge für eine gute Flughafenanbindung mit der bestehenden Infrastruktur gebe es seit über 18 Jahren. „Aber nur wohlfeile Beschlüsse reichen nicht aus.“ Die Stadt könnte jederzeit verlangen, dass Bahnübergänge durch eine Unterführung ersetzt werden. „Die Diskussionen gibt es bei der Fasanerie seit Jahrzehnten, die Stadt konnte sich aber nicht durchringen, ob und welche Laster durch die Unterführung passen sollen.“

Der Flughafen bekräftigte gestern, dass man weiter an einem Ausbau interessiert sei. „Die Überlegungen des Freistaates, nach Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke eine Express-Verbindung auf den Weg zu bringen, sind auch weiterhin aktuell.“ 

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