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Nur noch ein Trümmerfeld: Dreimal haben bislang Unbekannte zuletzt in Münchner Banken Geldautomaten in die Luft gesprengt.

Gangster rammten auf Flucht Auto

Panzerknacker in Hessen geschnappt - Münchner Fälle vor Aufklärung?

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Dreimal binnen weniger Tage sind in München Geldautomaten gesprengt worden. Nun könnten die Panzerknacker gefasst worden sein. Die Polizei untersucht Verbindungen zu einem Fall in Hessen.

München - Gibt es eine heiße Spur zu den Gas-Gangstern? Bislang Unbekannte haben Ende April und Anfang Mai insgesamt drei Geldautomaten in München und im Landkreis in die Luft gesprengt. Dabei leiteten sie jeweils Gas in die Automaten, zündeten das Gemisch aus sicherer Entfernung und rasten in einem dunklen Audi mit den Geldkassetten davon. Schon im Dezember 2017 gab es eine ähnliche Serie. In der Nacht auf Freitag sind nun zwei Panzerknacker in Hessen (Hessentag 2018 in Korbach: Veranstaltungen, Tickets, Parken und Bands) geschnappt worden - eine mögliche Verbindung…

Eine Ölspur hat die Polizei in jener Nacht zu den Gangstern geführt. In einer Garage in Wiesbaden stießen sie auf einen völlig demolierten schwarzen Audi, das Fluchtfahrzeug. Die Automatensprenger hatten auf ihrer Flucht ein anderes Auto gerammt. Schwer beschädigt fuhren sie weiter, wurden dabei aber von vielen Augenzeugen beobachtet. Noch in der Garage klickten die Handschellen.

Polizei prüft Verbindung

Dass es sich bei dem Gangster-Duo um dieselben Täter handelt, die auch in München mehrfach zugeschlagen haben, ist durchaus möglich. Polizeisprecher Werner Kraus sagte der tz: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist es zwar noch viel zu früh, einen Zusammenhang herzustellen. Wir werden aber prüfen, ob es eine Verbindung gibt.“ Denn die Vorgehensweise, also die Automaten mit einem Gasgemisch in die Luft zu jagen, sei ein markantes Merkmal. Gut möglich also, dass die Täter von München erst einmal genug hatten und ihren Streifzeug Richtung Westen fortsetzten.

Seit der letzten Sprengung in Berg am Laim am 1. Mai hat die Münchner Polizei keine neuen Erkenntnisse über die Kriminellen erlangt. „Wir wissen nicht, ob es sich um eine Bande handelt oder um Einzeltäter“, erklärt Kraus. Ein Zusammenhang mit der Sprengung in Wiesbaden würde die Arbeit der Ermittler erleichtern. Zumindest bei den Münchner Taten ist eine Verbindung wahrscheinlich. Kraus: „Der Zeitraum, in dem sich die Taten ereignet haben, spricht dafür. Auch, wenn noch nichts bewiesen ist.“

Johannes Heininger

So schützen sich Banken

Immer öfter sprengen Gangster Geldautomaten in die Luft, um an ihre Beute zu kommen. „Während in den vergangenen zwei Jahren gar kein Angriff auf unsere Commerzbank-Geldautomaten im Raum München vorkam, hat sich dies heuer leider geändert“, sagt eine Commerzbank-Sprecherin. Ihre traurige Bilanz: „Bis heute wurden in diesem Jahr drei Sprengversuche unternommen.“

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Bei diesen drei Versuchen waren die Gangster nur einmal erfolgreich - auch in Berg am Laim gingen die Täter leer aus. Doch wenn eine Sprengung glückt, winkt fette Beute: In zwei Filialen der Deutschen Bank in Ottobrunn und Grünwald waren die erbeuteten Geldkassetten mit insgesamt 200.000 Euro befüllt.

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Der wirksamste Schutz: „Wir konzentrieren uns darauf, den Tätern den Zugriff auf die Beute zu verwehren. Ziel ist, das Geld so zu sichern dass es trotz Sprengung nicht entnommen werden kann“, erklärt die Commerzbank-Sprecherin. Präventiv nutze die Bank dafür Werkzeuge wie Bewegungsanalyse, Alarmdetektion, und baulich verstärkte Maßnahmen an den Geldautomaten. „Zusätzlich wird bei einer Sprengung Schutznebel ausgelöst, der den Tätern jegliche Sicht nimmt.“ Auch möglich: Banken verkleinern die Hohlräume im Geldautomaten, damit eine Explosion weniger zerstörerisch ist. Dasselbe Ziel verfolgt die Installation von Geräten, die regelmäßig einen Funken abgeben und die Explosionskraft mindern sollen.

Mk.

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