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Marion Manzinger mit der tz aus der vergangenen Woche.

Ihr Schicksal berührt unsere Leser

Nach unserem Bericht: Endlich Wohnungsangebote für alleinerziehende Marion

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Nach unserem Bericht haben sich zahlreiche Leser gemeldet, die Marion Manzinger helfen wollen. Die alleinerziehende Mutter muss ihre Wohnung räumen und fand bisher keine neue Bleibe.

Zwei Mal saß Marion Manzinger (47) in den vergangenen Tagen abends weinend am Küchentisch – und es waren Tränen der Freude. Sie ist glücklich darüber, dass ihr so viele tz-Leser dabei helfen wollen, eine Wohnung zu finden. Jetzt, nach drei Jahren Suche und 300 vergeblichen Bewerbungen, hat die Altenpflegerin endlich eine realistische Chance auf eine neue Bleibe für sich, ihre beiden Kinder und die Katze.

„Ich dachte schon, ich muss aufgeben und ich hätte als Alleinerziehende einfach keine Chance“, sagt sie. Aber: Nachdem die tz in der vergangenen Woche über ihren Fall berichtete, meldeten sich viele mitfühlende Bürger, die helfen wollen – darunter waren zehn ganz konkrete Wohnungsangebote. Marion Manzinger sagt: „Ich möchte mich bedanken. Diese Welle der Hilfsbereitschaft ist der Hammer!“ Einige Beispiele zeigen wir Ihnen in den roten Kreisen auf dieser Seite.

Marion Manzinger hat, soweit sie es bislang geschafft hat, alle Leute zurückgerufen, die ihr eine Wohnung in Aussicht gestellt haben. „Ich habe so nette Gespräche geführt und freue mich, dass es so viele tolle Menschen gibt.“ Am vergangenen Freitag besichtigte sie auch schon drei Wohnungen im Münchner Süden.

Besonders berührt hat Manzinger die spontane Hilfsbereitschaft. Etwa ein älterer Herr aus München, der sie vorübergehend bei sich zu Hause aufnehmen würde, damit sie nicht auf der Straße steht. Oder ein Mann aus Fischbachau, der selbst wusste, dass seine Wohnung nicht ganz passend wäre. „Er sagte, er wolle einfach ein Zeichen setzen und deutlich machen, dass in seinem Haus Alleinerziehende willkommen sind und keineswegs Mieter zweiter Wahl. Er hoffe, dass sein Beispiel Schule macht. Ich finde diese Einstellung so toll.“

Aus diesem Haus in Gauting muss Marion Manzinger ausziehen.

Bei all den hilfsbereiten Lesern möchte Marion Manzinger sich bedanken. Ebenso bei ihrer Schwester: „Sie hat mir geraten, an die Öffentlichkeit zu gehen. Ohne sie hätte ich mich das vielleicht nie getraut. Dann säße ich jetzt immer noch verzweifelt da und wüsste nicht, wohin mit meinen Kindern…“

Manzinger muss aus ihrer aktuellen Wohnung in Gauting ausziehen. Die betagte Eigentümerin will das Haus verkaufen und zu ihrer Tochter ziehen.

Erwin D., Gräfelfing: „Ich bin verwitwet und fühle mich in meinem großen Haus alleine. Deshalb suche ich jemanden, der bei mir wohnen will und Familienanschluss sucht. Frau Manzinger und ihre Kinder wären willkommen.“

Rita K., München: „Wir sind schon älter – und mein Mann ist pflegebedürftig. So wäre es gut für uns, wenn wir jemanden im Haus hätten, der quasi vom Fach ist und mithelfen kann. Vielleicht hat Frau Manzinger Interesse.“

Georg S., München: „Frau Manzinger soll nicht auf der Straße stehen. Ich kann zwar nur eine Übergangslösung anbieten, aber es liegt mir sehr am Herzen, dafür zu sorgen, dass sie in Ruhe suchen kann und keinen Zeitdruck hat.“

Carsten Baurigk: „Mit Aufmerksamkeit und Mitgefühl habe ich den Bericht über Frau Manzinger gelesen. Als Regionalleiter der Vonovia Niederlassung München würde ich Frau Manzinger sehr gerne unterstützen.“

Susanne Sasse

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