Nicht zu stoppen: Der Paternoster, hier das Exemplar im Polizeipräsidium.
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Nicht zu stoppen: Der Paternoster, hier das Exemplar im Polizeipräsidium.

Verordnung gekippt

Aufatmen: Münchner Paternoster darf wieder fahren

München - Gute Nachrichten für Nostalgie-Fans: Der Pasternoster an der Blumenstraße darf doch weiter betrieben werden. Die Gründe hängen mit einer Bundes-Entscheidung zusammen.

Der Paternoster im Hochhaus des Planungsreferats an der Blumenstraße wird vom 1. Juli an wieder fahren. Das hat das Kommunalreferat gestern mitgeteilt. Die Verhandlungen mit dem Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern hätten zum Erfolg geführt, sagte Sprecherin Antje Jörg. Allerdings wird es Auflagen geben: Die Mitarbeiter müssen eingewiesen werden, und die Verwaltung muss Schilder aufhängen, die Besuchern die Benutzung des Paternosters untersagen. Das müsse durch Stichproben kontrolliert werden.

Schon bald aber dürfen voraussichtlich auch Besucher des Planungsreferats wieder Paternoster fahren, denn die Vorschrift, die Anfang Juni den Stopp der Umlauf-Aufzüge erzwungen hat, ist gestern gekippt worden. Das Bundeskabinett in Berlin habe eine Änderung der Verordnung verabschiedet, meldete SPD-Stadträtin Ulrike Boesser, die sich für den Erhalt der Paternoster stark gemacht hatte. Künftig sollen die Betreiber nur noch verpflichtet sein, mit Schildern auf mögliche Gefahren hinzuweisen.

Diese Neufassung muss nun noch durch den Bundesrat, dessen Zustimmung als sicher gilt. Schon am 13. Juli könnte laut Jörg das Gesetz in Kraft treten. Dann würden die Regeln im Hochhaus Blumenstraße angepasst. Auch im Deutschen Patentamt kann der öffentlich zugängliche Paternoster, der seit 1. Juli stillsteht, dann wieder seine Runden drehen.

sc

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