Ex-1860-Präsident Dieter Schneider laut Medienbericht gestorben

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Luise Kinseher als Bavaria auf dem Nockherberg.

Rechte Parolen auf Facebook

Nach Trennung: Verwirrung um den Facebook-Account von Kinsehers Freund

Die „Mama Bavaria“ hat sich von ihrem Freund und Tour-Manager Franz Alfred Kiermaier getrennt. Der Grund: rechte Parolen auf Facebook. Erst am Donnerstag wollten beide die Polizei wegen eines gehackten Accounts einschalten. Die Hintergründe.

Oh, mei. Das ist sauber schief gelaufen für „Mama Bavaria“! Nachdem Luise Kinsehers (48) Freund und Tour-Manager Franz Alfred Kiermaier (57), mit dem sie seit Herbst 2016 zusammen war, im Internet rechtsradikale Kommentare gegen Immigranten abgegeben hat und Fans darauf gestoßen sind, zieht die Nockherberg-Rednerin die Reißleine. Gestern Nachmittag ließ sie mitteilen: „Luise Kinseher und ihr Lebensgefährte Franz Kiermaier haben sich getrennt.“ In der Stellungnahme erklärt sie auch den Hintergrund der Trennung – die auf den Profilen von Franz Kiermaier bei Facebook und Google+ geposteten Äußerungen.

Kinseher: „Ich distanziere mich nachdrücklich“

Luise Kinseher: „Ich distanziere mich nachdrücklich von allen fremdenfeindlichen Äußerungen auf diesem Account, die ich im Zuge der Berichterstattung erstmals gesehen habe. Jeder, der mich kennt weiß, dass ich für eine offene Gesellschaft, Demokratie und für Mitmenschlichkeit einstehe.“

Kiermaier stritt zunächst alles ab

Franz Kiermaier scheint politisch vollkommen gegensätzlich zu stehen, hat u.a. die Pegida Dresden geliked und für gut befunden und ist Mitglied von Gruppen mit Namen wie Vom Volk fürs Volk oder Völker dieser Welt erheben sich. Er selbst stritt zunächst alles ab – er sei das nicht gewesen, andere hätten in seinem Namen Kommentare wie „Ohne Rücksicht, alle raus und keiner darf mehr rein. Einfach wie bei den Hundefängern und weg damit (…) Ich hol schon mal meinen Panzer aus der Garage und tanke mal auf. Denke, er wird gebraucht“ verbreitet.

Kiermaier bezeichnet sich hauptberuflich als Hausverwalter – so hatte er auch Kinseher kennengelernt. Ihr Tourmanager wurde er erst Monate später. Er stritt zunächst ab, dass er die Facebook-Hetze geschrieben hat. Er kenne sich mit den sozialen Medien nicht so aus, sagte er der AZ. Er glaubte, er habe sein Konto längst gelöscht – dennoch hatte er ein Foto von sich und Kinseher gepostet, obwohl er den Account für stillgelegt glaubte. 

Bild aus glücklicheren Tagen: Ein Post von Kinseher im November 2016. 

Am Donnerstag noch wollten Kinseher und Kiermaier die Polizei einschalten, gestern muss dann doch die Wahrheit erdrückend geworden sein – die Internet-Accounts wurden gelöscht – wie auch die Beziehung. Alles aus!

Erst am vergangenen Samstag haben sie ihre Liebe öffentlich gemacht - Kinseher abgetaucht

Noch am vergangenen Samstag hatten die Kabarettistin und Kiermaier bei einer Filmfestparty ihre Liebe öffentlich gemacht. Mit dem renommierten Münchner Krimi-König Friedrich Ani war sie schon seit vergangenem Spätsommer nicht mehr zusammen. Der Star-Autor und die Mama Bavaria waren seit Anfang 2015 verbandelt. Schon vergangenen Herbst schwärmte Luise Kinseher dann öffentlich auf Facebook von ihrem Tourmanager: „Seit dieser Mann dabei ist, fehlt es mir an nichts mehr!“ Worauf er sich bedankte und sie mit „Liebes“ betitelte.

Luise Kinseher ist auf Tauchstation gegangen. Sie hat eine Stellungnahme außer ihren offiziellen Zeilen abgelehnt. Ob Kiermaier ihr Tourmanager bleibt, sei laut ihrem Agenten noch nicht entschieden.

mm/tz

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