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Jeder Menge Pakete: DHL-Zusteller Felice Iannone

Nach dem Wirbel um die Schlangen bei der Post

Der Riesen-Stress der Paket-Zusteller

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Seit die wir über die langen Warteschlangen bei der Post berichtet haben, melden sich immer mehr Leser, die ihrem Ärger rund um die Servicewüste Luft machen wollen. Dicke Luft herrscht aber auch bei den Zustellern.

München - Zu ihnen gehört zum Beispiel auch Clemens Krimps. Er ärgert sich, dass ein Brief mit Fotos, den er an seine Eltern in Salzburg schicken wollte, München niemals verlassen hat und wieder an ihn zurückgeschickt wurde.

Eine Leserin ärgert sich darüber, dass sie eine Benachrichtigung für ein Packerl vorfand, obwohl sie daheim war. Die Folge: Sie musste sich in die Schlange an der Win­thirstraße einreihen. Nach 45 Minuten Wartezeit nahm sich dann ein freundlicher Mitarbeiter Zeit für sie – leider, so die Leserin, seien aber auch drei Schalter unbesetzt geblieben.

Derartige Geschichten erfahren wir Dutzende. Martina Reuther hat allerdings auch Verständnis für die Situation der Zusteller: „Der Druck wird doch immer an die Boten weitergegeben“, findet die Leserin. Bei allem Ärger der Postkunden schwingt immer auch großes Verständnis für die Zusteller mit. Die tz war mit Felice Iannone in der Bayerstraße und hat sich mit dem DHL-Zusteller über seinen Job unterhalten.

Oft bis zu 250 Pakete pro Tag

„Als ich vor knapp 30 Jahren bei der Post angefangen habe, hatte ich pro Tag 50 Pakete im Auto. Heute sind es oft 250“, so der 47-Jährige. „Dafür hat die Technik Einiges am Drumrum erleichtert.“ Damals musste er jedes einzelne Packerl in sein schwarzes Büchlein eintragen, heute verwaltet er seine Lieferungen per Scanner.

Den großen Ärger der Kunden kann der Italiener, der vor 32 Jahren nach München kam, nicht nachvollziehen. „Wir machen einen guten und auch harten Job“, bekräftigt der Packerlfahrer. Zwar gebe es einzelne schwarze Schafe, meistens seien aber Missverständnisse der Grund für den Ärger. „Wenn ich gar nicht erst ins Haus und an die Briefkästen komme, kann ich die Benachrichtigung auch nicht einwerfen. Die wird dann am nächsten Tag mit der Briefpost zugestellt. Wenn die Leute dann daheim sind, denken sie oft, ich hätte einfach die Benachrichtigung eingeworfen, ohne zu klingeln.“

Was sich ebenfalls geändert hat: „Die Münchner sind gestresster als früher.“ Iannone wünscht sich mehr Gelassenheit – in seinem eigenen Bezirk lebt er das vor. Mit einem lauten „Ciao!“ auf den Lippen begrüßt er seine Kunden. Ein wenig Italien im hektischen München.

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