1 von 12
Olympische Ringe über dem Olympiapark? Ein Foto der Ringe aufgenommen nahe des Olympiageländes.
2 von 12
Das hier hat Facebook-Userin Jenny Sbark fotografiert. Und zwar in Germering.
3 von 12
Olympische Ringe über dem Olympiapark? Ein Foto der Ringe aufgenommen nahe des Olympiageländes.
4 von 12
Olympische Ringe über dem Olympiapark? Ein Foto der Ringe aufgenommen nahe des Olympiageländes.
5 von 12
Die Aufnahme eines Lesers aus Taufkirchen mit Blick Richtung München.
6 von 12
Die Ringe von Gilching aus gesehen. Das Foto wurde uns zugesendet von Leserin Christine Weiß. 
7 von 12
Der Himmel über München-Ramersdorf. Fotografiert von Gordana Goca Mlinaric.
8 von 12
Mitarbeiterin Tanja Lühr schickte uns dieses Foto aus dem Gewerbegebiet Gelting (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen).

Am Mittwochvormittag

Seltsame Ringe über München: Jetzt ist die Ursache für das Phänomen geklärt

Fünf Ringe am Himmel über München sorgten am Mittwoch für Erstaunen. Wie kann es zu einer solchen Anordnung kommen? Wir klären auf.

München - Zum ersten Mal seit Tagen ist der Himmel über München nicht mehr wolkenverhangen und grau. Ein guter Moment, um seinen Blick in Richtung Himmel zu werfen und den strahlend blauen Himmel zu genießen. Doch dort gab es am Mittwochvormittag zwischen 10 und 10.30 Uhr noch mehr zu sehen als nur die Sonnenstrahlen: Fünf weiße Ringe zeichneten sich dort scharf gegen den hellblauen Grund. Sichtbar waren die Ringe vom Olympiapark und auch von Taufkirchen aus. Was ist das? Chemtrails? Wolkenformationen? Mehrere Leser haben das seltsame Phänomen beobachtet und uns um eine Erklärung gebeten. 

Laut dem Wetterberater des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Dominik Smieskol, handelt es sich dabei um normale Kondensstreifen. In diesem Fall sind sie sogar ungewöhnlich deutlich sichtbar. Das hat einen Grund: In der Früh sei es noch relativ bewölkt gewesen mit leichten Niederschlägen. Gegen 10 Uhr lockerte das Wetter auf. Anhand der Cirrusbewölkung, die auf den Fotos ebenfalls gut zu sehen ist, schätzt der Meteorologe die Höhe der Ringe auf zwei bis vier Kilometer ein. Genau dort hing noch recht viel Feuchtigkeit in der Luft, meint der Meteorologe. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit in dem Bereich seien die Kondensstreifen so deutlich zu sehen gewesen und so hätten sich so lange dort gehalten. „Das hat gerade gut gepasst von den meteorologischen Gegebenheiten her“, sagt Smieskol.

Die Anordnung sei aber weniger spektakulär als zunächst anzunehmen. Je nach Flugbahn des Piloten könnten normalerweise gerade Kondensstreifen auch kreisförmig herauskommen. Die normale Reisehöhe für Passagiermaschinen beträgt zwischen fünf und zehn Kilometern. Segelflieger oder Verkehrsflugzeuge in der Warteschleife zum Landeanflug, verkehren auf der für die Ringe in Frage kommenden Höhe.

Erklärung der Bundeswehr überrascht

„Wir gehen davon aus, dass es sich um militärischen Flugbetrieb handelt“, sagt eine Sprecherin der Deutschen Luftsicherheit. Die Redaktion hat auch beim Luftfahrtamt der Bundeswehr nachgehakt. Ein Sprecher bestätigt, dass wohl eine Übung der taktischen Luftwaffe für die Ringe verantwortlich sein könnte. 

Er erklärt weiter: Bei der Übung wurden zwei Eurofighter und eine Learjet eingesetzt. Der Learjet flog voran, die Eurofighter hinterher. Wenn einer der Eurofighter während der Übung warten musste, flog er Kreise - deren Bahn dann als Kondesstreifen am Himmel zu sehen war. 

Was jedoch erstaunt: Die Übung hat in einem absperrbaren Luftraum im Bereich Lechfeld/Landsberg stattgefunden. In 9 bis 10 Kilometern Höhe. Bei ihren Übungen seien die Piloten bis 30 Kilometer westlich vom Lech gekommen. Doch aufgrund der besonderen Wetterlage entstand im weit entfernten München und Umland der Eindruck die Ringe befänden sich unmittelbar über den Köpfen. Ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr sagt: „Wir hatten alles vor, aber nicht olympische Ringe zu zeichnen.“

Lesen Sie auch:
US-Kampfjet-Pilot zeichnet riesiges Geschlechtsteil an den Himmel

Verschwörungstheorie: Chemtrails

Video: Glomex

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Unsere Bilder des Tages
Die schönsten, skurrilsten und interessantesten Bilder des Tages. Aus München, Deutschland und der Welt.
Unsere Bilder des Tages
München
Große Sause in München: So wurde SIE zum „Bunny“ des Jahres
Patrizia Dinkel setzte sich heuer ganz klar als Playmate des Jahres 2018 durch. Playboy-Chefredakteur Florian Boitin hat eine Vermutung, woran das liegt.
Große Sause in München: So wurde SIE zum „Bunny“ des Jahres
München
Bienen, Schafe, Blumen: Was auf Münchens Dächern los ist - Bilder
Was sich nicht alles so findet auf Münchens Dächern. Wir haben uns hoch hinaus gewagt und sind einem Bienenstamm, einer Schafherde und Gartenparadiesen begegnet.
Bienen, Schafe, Blumen: Was auf Münchens Dächern los ist - Bilder
Bilder: OB Reiter bekommt zum 60. ein Bayern-Trikot geschenkt
Einige Wochen nach seinem 60. Geburtstag hat OB Dieter Reiter seinen Ehrentag mit einem Empfang besonders begangen. Dabei wird dem SPD-Politiker auch ein Trikot vom FC …
Bilder: OB Reiter bekommt zum 60. ein Bayern-Trikot geschenkt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.