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Die Leiter steht noch da: Sven Künasts Bistro ist auf die Minute fertig geworden.

Kein Döner-Gedöns

Neben dem Pimpernel eröffnet ein neues Bistro

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München - In München gibt es künftig ein weiteres Bistro. Besonders das Feiervolk im Pimpernel wird es erfreuen. Sie können künftig direkt eine Tür daneben etwas essen.

Wenn die Anderen schon zusperren, geht es im „Pimpernel“ erst richtig los. Einst Puff, später Schwulenbar, heute Club, behauptet sich der Laden mit dem fragwürdig-klangvollen Namen seit Jahrzehnten im Münchner Nachleben. Bevor es hell wird, stolpert hier nur selten jemand raus. Wer es besonders lange aushält, kann künftig nur eine Tür weiter feste Nahrung zu sich nehmen: Am Freitag hat Pimpernel-Chef Sven Künast gleich nebenan ein Bistro eröffnet.

An der Ecke, wo die Müller- in die Blumenstraße übergeht, befand sich lange Jahre ein „verratzter Spielsalon“, wie Künast es ausdrückt. Der Vermieter des Hauses wollte hier lieber Gastronomie sehen. Künast, der seit 2004 im selben Haus erfolgreich das Pimpernel betreibt, war der richtige Mann für die neue Nutzung. „Das ist natürlich superpraktisch für mich und meine Mitarbeiter, weil wir ja sowieso ständig hier sind“, sagt der 46-Jährige. „Aber ich wollte etwas Anderes machen als das übliche Döner- und Pizza-Gedöns, das man hier an jeder Ecke findet.“

Einfache, aber hochwertige Gerichte

Ein Bistro ist es geworden, in dem es einfache, aber hochwertige Gerichte gibt, wie Künast erklärt. „Ich wollte eine offene, ehrliche Küche. Wir wissen, wo unser Zeug herkommt, aber nicht alles muss bio sein.“ Er bietet Sandwiches, Suppen, Rohkostgerichte und Kuchen an. Der Leberkas etwa kommt auf geröstetem Brot daher („bloß keine labberigen Kaisersemmeln!“), mit Radieserl, Senfcreme und Spiegelei (6,30 Euro). Wer etwas Süßes mag, bestellt getoastetes Bananenbrot mit Salzkaramellcreme (3,20 Euro), dazu einen Cappuccino (3,20 Euro).

Sven Künast selbst wird man künftig wohl öfter im hinteren Teil des Ladens antreffen, wo er ein Panoramafenster in die Außenwand hat einbauen lassen. „Das war eine Wahnsinnsaufgabe von der Statik her“, sagt er. „Aber es wäre hier drinnen sonst so dunkel gewesen.“ Netter Nebeneffekt: freier Blick auf das Gewusel am Sendlinger-Tor-Platz – das man auf den Hockern sitzend entspannt beobachten kann.

„The Corner - Deli Bar“

Müllerstraße 56, Mo-Do 11 bis 1 Uhr, Fr./Sa. 17 bis 3 Uhr

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