Das neue Gesicht der alten Residenzpost

München - Auf Balkone wird nun doch verzichtet: Der Streit um die Gestaltung der künftigen Residenzpost-Fassade ist beigelegt.

Bis 2011 wird aus der alten Post das „Palais an der Oper“. Wegen der fortdauernden Bauarbeiten bleiben die Einschränkungen für den Verkehr im Hofgraben bestehen.

Der neue Entwurf sieht nur noch französische „Balkons“ vor, bei denen die Fenster bis zum Boden reichen und durch Brüstungen gesichert sind.

Die Fenster im Erdgeschoss werden deutlich größer als zunächst vorgesehen. Die Eigentümer Accumulata und LBBW Immobilien sehen in diesem Kompromiss „das optimale Ergebnis“. Die Fassade werde „im Kontext mit Leo von Klenzes klassizistischen Vorgaben neu errichtet“.

Sowohl der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel (BA) als auch die Investoren hatten nach den ersten Entwürfen noch Optimierungsbedarf. gesehen (wir berichteten).

Der BA will vor allem, dass sich die neue Fassade in das historische Gesamtbild einfügt. Dies sei mit dem überarbeiteten Entwurf gewährleistet. „Ich bin sehr zufrieden mit den Gesprächen. Wir konnten unsere Bedenken einbringen“, sagt der BA-Vorsitzende Wolfgang Püschel (SPD). Ab Montag wird die Baustelle eingerichtet. Offizieller Baubeginn soll noch in diesem Monat sein.

Das Palais soll bis 2011 fertiggestellt werden. Dann ziehen verschiedene Nutzer ein. Im Erdgeschoss auf der Seite das Max-Joseph-Platzes sind Lokale und Cafés geplant. Geschäfte der gehobenen Kategorie sollen an der Residenzstraße einziehen. Darüber entstehen Büroräume, das Dachgeschoss bleibt luxuriösen Eigentumswohnungen vorbehalten.

Seit Wochen sorgt die Fernwärme-Baustelle in der Residenzstraße für Enge zwischen Radfahrern und Fußgängern. Mitte August soll damit Schluss sein. Der Umbau der ehemaligen Post erfordert zudem die Sperrung des nördlichen Gehweges zwischen Pfister- und Dienerstraße.

Auch nach Abschluss dieser Arbeiten bleibt die Fahrbahn im Hofgraben verengt. Zwischen Pfister- und Maximilianstraße wird eine Einbahnstraße ausgewiesen.

Ende Juli kommt es in mehreren Nächten zu Vollsperrungen des Hofgrabens zwischen Maximilian- und Pfisterstraße.

Sascha Wittich

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