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Neue Hürde für S-Bahn-Tunnel

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München - Wegen der jüngsten Umplanung für die zweite S-Bahn-Stammstrecke muss das zwei Milliarden teure Projekt in ein neues Erörterungsverfahren - die Zeit wird knapp.

Betroffen davon ist der sogenannte Planfeststellungsabschnitt 2 im Bereich vom Stachus bis zum westlichen Isarufer. Wie berichtet, hatte sich wegen der jüngsten Änderung der Streckenpläne im Stadtteil Haidhausen die Höhenlage der Röhren geändert, sodass diese den Anschluss an den westlich gelegenen Abschnitt um einen Meter verpassten.

Mittlerweile wurde der Fehler korrigiert, allerdings muss die Planänderung nun noch einmal durch ein Erörterungsverfahren. Ab Montag, 27. Juni, liegen die neuen Unterlagen für einen Monat im Planungsreferat der Stadt, Blumenstraße 28 b, zur Einsichtnahme aus. Dagegen können Einwendungen erhoben werden. Weil sich die Änderung aber nur in 40 Metern Tiefe bemerkbar macht, geht die Bahn davon aus, dass es ein schnelles Verfahren wird. „Das löst wahrscheinlich keine neuen Betroffenheiten aus“, sagte Bahn-Sprecher Michael Baufeld.

Das Bauvorhaben jedenfalls steht unter hohem Zeitdruck. Spätestens im April 2012 müsten laut Zeitplan der Bahn die Hauptbaumaßnahmen beginnen, damit die zweite Stammstrecke bis Dezember 2017 und damit vor den Olympischen Winterspielen 2018 fertig wird. Dass dies zu schaffen ist, bezweifeln viele Politiker.

Während im Abschnitt 2 nun neu erörtert wird, liegt im Bauabschnitt 1 westlich des Stachus und in Abschnitt 3 östlich der Isar gar kein Planfeststellungsbeschluss und damit kein Baurecht vor. Wann das Eisenbahn-Bundesamt die Genehmigungen erteilt, ist noch unklar.

mk

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