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Rudi Cerne ist Moderator der TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ im ZDF. 

Drei Spuren wird nachgegangen

Neue Hinweise! Wiesn-Attentat bei „Aktenzeichen XY“ neu aufgerollt

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13 Tote, 200 Verletzte, unzählige Traumatisierte - der Anschlag auf der Münchner Theresienwiese vom 26. September 1980 zog eine mörderische Spur nach sich. Nun gibt es neue Fragen - und Hinweise. 

München - Offenbar gibt es neue Hinweise im Fall des Anschlags an der Münchner Theresienwiese. Dies bestätigte ein LKA-Mitarbeiter in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY, bei der sich die Bundesanwaltschaft in der Hoffnung auf mögliche Mitwisser und Zeugen an die Fernsehzuschauer wendete. Nachdem sich Hinweise zu einem Flugblatt und einem verdächtigen Krankenhaus-Patienten nicht erhärteten, haben sich in der Zwischenzeit offenbar drei weitere Spuren ergeben, wie Kriminaloberrat Peter Jaud im Gespräch mit dem Moderator mitteilte. „Wir haben den Fall noch einmal neu aufgerollt“, so Jaud. 

Eine potentielle Spur könnte hierbei der Sprengstoff an sich liefern. Denn noch immer fragen sich die Ermittler, wie es dem Täter Gundolf Köhler gelingen konnte, an alle erforderlichen Teile für den Bombenbau zu gelangen. Daher sieht es Jaud als elementar wichtig an herauszufinden, welche Personen in den Jahren 1975 bis 1980 mit englischen Mörsergranate (Baujahr 1945) gehandelt haben. Er sicherte - wie bei den folgenden Hinweisen auch - Zeugenvertraulichkeit zu.

Wer waren die zwei Männer, mit denen sich Köhler unterhielt?

Die zweite Frage, die im Rahmen der Sendung thematisiert wurde, betrifft den Tattag. Konkret geht es um die Suche nach Zeugen, die Köhler auf seinem Weg zur Theresienwiese gesehen haben oder denen der kupferfarbene Pkw (Baujahr 1973), der am Nachmittag an der Hermann-Lingg-Straße auf dem Gehweg geparkt wurde, aufgefallen war. Der zum Tatzeitpunkt 21 Jahre alte Köhler wird als schlanker, braunhaariger Mann beschrieben, der 1,78 Meter groß war und am 26. September eine blaue Jeansjacke trug. 

Abschließend informierte Jaud, der zugleich Leiter der Sonderkommission „26. September“ ist, dass sich Köhler laut Zeugenaussagen kurz vor dem Tatzeitpunkt mit zwei Personen - nur wenige Meter von der späteren Bombenexplosion entfernt - auf einer gegenüberliegenden Verkehrsinsel neben den dortigen öffentlichen Toiletten unterhalten habe. Die beiden Männer sollen laut Jaud im gleichen Alter wie Köhler gewesen sein (also heute ungeföhrt Ende 50) und trugen grüne Bundeswehrparkas. Unter den Toten und Verletzten wurden jedoch keine Personen mit einer solchen Bekleidung gefunden. 

Wird der Anschlag endlich vollends aufgeklärt?

Die genauen Hintergründe des „Anschlags, der ganz Deutschland erschüttert hat“ (O-Ton Moderator Rudi Cerne) konnten nie vollends geklärt werden. Um welche Hinweise es sich in der Sendung konkret handelte, wurde vorerst nicht klar. Zu allen in der Sendung thematisierten Fällen seien nach einer kurzen Ruhephase Hinweise eingegangen, so der LKA-Mann. 

lpr

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