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In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es deutlich sicherer geworden.

Bericht veröffentlicht

Hier ist es in München sicherer geworden - und hier nicht

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Am Dienstag wurde der neue Sicherheitsbericht der Stadt München veröffentlicht. Wir erklären, wo‘s brenzlig ist und wo wir uns nicht sorgen müssen.

München - München ist sicher – aber nicht immer und überall. Das geht aus dem Sicherheitsbericht der Stadt hervor, der am Dienstag im Kreisverwaltungsausschuss vorgelegt wurde. KVR-Chef Thomas Böhle: „Wir leben nach wie vor in der sichersten Millionenstadt Deutschlands. München steht für eine offene Lebensweise. München steht für Vielfalt und Toleranz. Und München steht für Lebensqualität, die mit einem hohen Sicherheitsstandard einhergeht. Alles miteinander zu vereinen, ist jeden Tag aufs Neue eine große Herausforderung.“

Aber Ausruhen ist nicht! Sicherheitsmaßnahmen werden auch im Hinblick auf mögliche Gefahren durch Terrorismus für das gesamte Stadtgebiet individuell entwickelt und fortgeschrieben. Und auf Antrag der CSU prüft die Verwaltung weiterhin die Einrichtung so genannter Schutzpoller rund um die Fußgängerzone. Wir zeigen, wo es im Vorjahr sicherer geworden ist und wo nicht.

Sicherer

Die Feuerwehr musste 2016 deutlich weniger oft ausrücken als im Jahr davor: 25.051 Alarme verzeichnete die Branddirektion 2016. Im Jahr 2015 waren es 29.953. Auch rückläufig sind die Vorkommnisse im Bereich des Optimolgeländes. Das galt bei Polizei und KVR 2015 noch als schwieriges Gelände. Voriges Jahr wurden aber lediglich noch zwei Betretungsverbote gegen Personen ausgesprochen, die durch Gewaltdelikte in diesem Bereich auffällig geworden waren (2015: 7).

Deutlich sicherer geworden ist es auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln: Gewalttaten nahmen um 15,8 Prozent ab. Weniger geworden ist auch das Betteln im Bereich der Allgemeinverfügung. 2016 waren es 390 Fälle, 2015 noch 435. Dafür stiegen die Vorkommnisse außerhalb der Bettel-Satzung auf 136. Im Jahr 2015 waren es noch 79 Fälle.

Unsicherer

München ist zwar die sicherste Millionenstadt der Republik, dennoch steigen die Zahlen der Vorkommnisse zum Teil an. Gerade der Hauptbahnhof gilt bei Verwaltung und Polizei als Brennpunkt. Alkohol, aggressives Betteln, unerlaubte Prostitution, wildes Urinieren, Drogen – 2016 wurden 94 Aufenthaltsverbote erteilt, davon in 69 Fällen gegen wiederholt auffällige Drogen-Konsumenten und Händler (2015: 2) und 21 gegen Störer unter Alkoholeinfluss (2015: 6). Insgesamt hat die Stadtverwaltung deutlich mehr zu tun, im KVR sind 2016 exakt 16.199 Anzeigen eingegangen (2015: 13.504).

Einen leichten Anstieg gibt es zudem bei Vorfällen mit Hunden: Die Zahl der Bissverletzungen bei Personen hat sich gegenüber 2015 (99) zwar kaum verändert (2016: 101). Dafür wurden mehr Tiere angefallen (2016: 84 / 2015: 42).

Sascha Karowski

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