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Unter dem Namen „MY.O“ sollen an der Laimer Unterführung 25.000 Quadratmeter Arbeitsfläche entstehen.

In Nymphenburg

Neuer Bürokomplex an Laimer Unterführung

München - Unter dem Namen „MY.O“ sollen an der Laimer Unterführung 25.000 Quadratmeter Arbeitsfläche entstehen und den südlichen Eingang nach Nymphenburg aufwerten.

Der südliche Eingang nach Nymphenburg soll einladender werden. Am nördlichen Ausgang der Laimer Unterführung, wo der Tunnel in die Wotanstraße mündet, sollen rechterhand neue Bürokomplexe entstehen. Robert Neuberger vom Architekturbüro Maier Neuberger hat das Projekt jetzt dem Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg vorgestellt.

Unter dem Namen „MY.O“ sollen auf 25 000 Quadratmetern Büros entstehen. Das Areal zwischen Christoph-Rapparini-Bogen und Bahngleisen ist das letzte noch nicht bebaute Grundstück im Quartier Nymphenburg Süd. Gegenüber des markanten Ambigon-Gebäudes, das Geschäfte und einige Arztpraxen beherbergt, soll nicht ein großes Gebäude errichtet werden, sondern fünf zusammenhängende Häuser, in denen mehrere Firmen ihre Büros haben sollen. Die Architekten wollen ihren Entwurf als städtebauliches Vorhaben verstanden wissen. Ihr Entwurf geht daher in eine sehr urbane Richtung: fünf unterschiedlich hohe Häuser, mit einer verputzten Lochfassade und charakteristischen, in einem gedeckten Grün lasierten Kacheln. Die Architekten nutzen in ihrem Entwurf nicht die volle Höhe aus, die in diesem Gebiet laut Bebauungsplan zulässig ist. Stattdessen sollen die sogenannten Penthouse-Büros Gärten auf den Dächern der niedrigeren Nachbarhäuser bekommen.

Vier der Häuser reihen sich entlang der Bahnlinie auf, ein fünftes steht frei auf der Platzfläche am Ausgang der geplanten sogenannten Umweltverbundröhre, die die bestehende Unterführung auf der Ostseite ergänzen soll. Robert Neuberger vom Architekturbüro Maier Neuberger versicherte den Stadtteilpolitikern im Bezirksausschuss, dass der Entwurf auch funktioniere, sollte die Umweltverbundröhre nicht kommen.

Vor dem Kopfgebäude planen die Architekten einen großzügigen Platz, der einen einladenden Eingang nach Nymphenburg markieren soll. Als repräsentative Adresse stellen sie sich die Bezeichnung „Nymphenburger Platz“ vor. Richtung Ambigon soll eine Freitreppe auf das Areal führen, auf der östlichen Seite ein Rampe, die den Höhenunterschied der Böschung überwindet.

Der Bezirksausschuss wünscht sich Gastronomie und Einzelhandel, „zumindest eine Espressobar“ in den neuen Gebäuden, doch Andreas Schöffmann von der CA Immo, dem Unternehmen, das den Entwurf umsetzen will, verwies darauf, dass im Ambigon bereits Geschäfte vorhanden seien, und dass das Café im Ambigon sich nicht habe halten können. Ein Mitarbeitercafé, das auch öffentlich genutzt werden kann, solle es aber geben.

Vor Baubeginn müssen großflächige Abgrabungen erfolgen. Bis Ende des Jahres hoffen die Architekten auf eine Baugenehmigung, so dass 2017 mit dem Bau begonnen werden kann und die Bürogebäude ab 2018 genutzt werden können. 

Judith Issig

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