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Polizeioberrat Markus Kraus ist der Nachfolger von Josef Wilfing als Chef der Münchner Mord-Ermittlung.

Neuer Chef für Münchens Mörder-Jäger

München - Josef Wilfling, Chef der Münchner Mord-Ermittlung, geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der erst 35-jährige Polizeioberrat Markus Kraus.

42 Jahre lang stand Wilfling im Dienst der Münchner Polizei, die Hälfte davon als Mord-Ermittler. Zunächst als Sachbearbeiter, zuletzt leitete er sieben Jahre lang das Dezernat.

Wurde am Freitag nach 42 Jahren im Dienst der Münchner Polizei in den Ruhestand verabschiedet: Josef Wilfling.

"Herr Wilfling hat in diesen vielen Jahren so ziemlich alles gesehen", sagte Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer am Freitag bei der Verabschiedung des 62-Jährigen. "Darum hat er ein unglaublich großes kriminalistisches Verständnis." Dieses sei ein Grund für seine außergewöhnlich guten Aufklärungsquoten. Rund 100 Delikte von Mord und Totschlag hat Wilfling bearbeitet – 95 Prozent konnten geklärt werden. Bei 34 von 35 Morden wurde der Täter ermittelt.

Entsprechend groß sind die Fußstapfen, in die sein Nachfolger Markus Kraus tritt. Für diesen ist München ein bekanntes Pflaster: Der 35-Jährige hat hier seine Polizei-Ausbildung absolviert. Mit Ausnahme von zwei Jahren auf der Polizei-Akademie in Hiltrup war Kraus meist in München tätig. Unter anderem bei der Todesermittlung, der Brandermittlung sowie im Mord-Dezernat, das er nun künftig leitet. Ein genaues Antrittsdatum gibt es jedoch noch nicht. Kraus leitet derzeit den Fachbereich Kriminalistik am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Sven Rieber

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