Erstes Wahrzeichen eines neuen Viertels: Der geplante Novum-Komplex an der Rosenheimer Straße. In der Mitte ist das 15-stöckige Hochhaus zu sehen, rechts das „Atelier“-Gebäude. fkn

Ein neuer Turm für die Rosenheimer Straße

München - Auf dem Gelände der abgerissenen Georg-Elser-Hallen soll ein Gebäudekomplex mit Hochhaus entstehen. Baubeginn soll schon in diesem Frühjahr sein.

Sie ist eine der wichtigsten Einfahrten nach München: die Rosenheimer Straße, die von der Salzburger Autobahn ins Zentrum führt. Wer hier vorbeikommt, dürfte künftig einiges zu sehen bekommen: Ein imposanter Gebäudekomplex mit Büros und Hotel soll direkt an der Rosenheimer Straße, nahe der Kreuzung zur Friedenstraße, entstehen: Das „Novum München“, ein erstes Wahrzeichen für das neu geplante Stadtviertel „Rund um den Ostbahnhof“ (Rost“), samt 15-stöckigem Hochhaus.

„Uns liegt bereits eine Baugenehmigung vor“, sagte Eric Heppt, Projektleiter des Immobilien-Unternehmens IVG, das „Novum“ entwickelt. „Sobald die Mietverträge für die Gebäude unterschrieben sind, werden wir mit dem Bau beginnen.“ Noch vor neun Monaten hatte sich die IVG weit weniger optimistisch angehört. Angesichts der Finanzkrise klangen die Verantwortlichen unsicher, ob sich das Projekt realisieren lasse. Die Zweifel scheinen überwunden. „Wir bekommen fast täglich Anfragen von Mietinteressenten. Die Lage ist sehr gefragt.“

Der Komplex entsteht auf einer Fläche von rund 10 000 Quadratmetern – auf dem Areal, wo einst die Georg-Elser-Hallen standen. Der Veranstaltungstempel wurde abgerissen. „Novum“ soll aus drei neuen, modernen Bauten bestehen. Flaggschiff ist das „Novum-Gebäude“, ein 15-stöckiges, knapp 50 Meter hohes Hochhaus. Darin will die IVG ein Hotel oder Büros unterbringen. Es handle sich „um eines der ganz wenigen Hochhäuser, die in den letzten Jahren innerhalb des Mittleren Rings genehmigt wurden“, sagte Heppt. Es besteche durch einen herrlichen Blick auf die Alpen und das Stadtzentrum sowie durch großzügige Dachterrassen.

Nebenan, ebenfalls an der Rosenheimer Straße, soll das „Atelier-Gebäude“ entstehen – ein fünfstöckiger Bürokomplex im Loft-Stil mit großzügigen, offenen Flächen und hohen Räumen. Hier sind die Gespräche mit Mietinteressenten offenbar weit fortgeschritten. Mit dem Bau will die IVG bereits im Frühjahr dieses Jahres beginnen. Für das Novum-Hochhaus hofft sie auf einen Baubeginn im Herbst. Das dritte Gebäude, ein Bürokomplex hinter dem Hochhaus, werde hingegen „voraussichtlich erst in zwei bis drei Jahren realisiert“, so Heppt.

Zwischen „Novum“-Hochhaus und „Atelier“ soll eine neue Straße entstehen, die von der Rosenheimer Straße in das geplante neue Viertel „Rost“ führt. Geplant ist eine 35 Meter breite Allee mit einem parkähnlichen Grünstreifen in der Mitte. Viel verändert sich rund um den Ostbahnhof – doch es gibt auch Konstanten: Das Servicezentrum der Techniker Krankenkasse direkt neben „Novum“ wird an seinem Platz bleiben. Johannes Patzig

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