Idee einiger Stadträte

„Zahl was es Dir wert ist“: Neues Konzept in Münchner Museen?

München - Eintritt zahlen so viel man will? In Münchner Museen soll dies bald möglich sein. Zumindest nach Ansicht einiger Stadträte. Mit einem neuen Preis-Konzept wollen sie die Besucherzahlen ankurbeln und stellten deshalb einen entsprechenden Antrag im Stadtrat. 

An der Museums-Kasse so viel zahlen wie man gerne möchte? Geht es nach der Fraktion für Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung (FDP, HUT, PIRATEN) soll dies in naher Zukunft in München möglich sein. Ihr Antrag, den Fraktionsmitglieder beim Stadtrat in München gestellt haben, klingt zuerst vielleicht etwas unrealistisch. Dahinter steckt jedoch eine durchaus durchdachte Idee. 

“Zahl was es Dir wert ist“, nennt sich die Initiative, die unter anderem Stadtrat Thomas Ranft (Piratenpartei) für die Museen in München fordert. Dabei sollen Museumsbesucher ihren Eintrittspreis selbst bestimmen dürfen. „Besucher, die sich nur einen geringen Eintrittspreis leisten können, dürfen weniger zahlen. Besucher, die Kunst und Kultur finanziell fördern können und wollen, dürfen mehr für den Eintritt leisten“, teilt Ranft in einem öffentlichen Schreiben mit. Dabei kommt es Idealerweise zu einer klassischen Win-Win Situation. Denn nicht nur sollen sich Menschen mit weniger Geld einen Museumsbesuch leisten können, auch die Museen selbst sollen von dem Konzept profitieren:  „Auf diese Weise könnten auch für Dauerausstellungen mehr Besucherinnen und Besucher gewonnen werden, ohne dass die Einnahmen weiter schrumpfen“ lautet Ranfts Argumentation. 

Laut Ranft bieten Museen allen Altersstufen „eine großartige Möglichkeit an Kunst, Kultur und Geschichte teilzuhaben“. Vor allem Familien, die mehrere Kinder haben sollten nach dem Konzept öfter in diesen Genuss kommen. Auch wenn viele Museums-Eintritte für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre kostenlos oder reduziert sind, können sich die Preise immerhin ganz schön läppern und ins Geld gehen. Geld, dass nicht jede Familie einfach so übrig hat.

Vor allem geht es in dem Konzept jedoch darum, die Besucherzahlen in den Münchner Museen wieder anzukurbeln. „Die Besucherzahlen der städtischen, aber auch der staatlichen Museen in München sind aus unserer Sicht unterentwickelt.“ schreibt Ranft. Man wünsche sich, „wenn die Münchner Museen mehr Besucher hätten.“ Aus diesem Grund soll das Konzept im Stadtrat nun „für den schwächsten Besucher-Monat erarbeitet und vorgestellt werden“.

maw

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stammstrecke kurz gesperrt: Große Verspätungen bei S-Bahn
München - Wegen eines Polizeieinsatzes ist die Stammstrecke der S-Bahn in München am Freitagmorgen zum Teil gesperrt worden. Das müssen Fahrgäste jetzt wissen. 
Stammstrecke kurz gesperrt: Große Verspätungen bei S-Bahn
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
München - Noch 20 Jahre auf die Express-S-Bahn zum Flughafen warten erscheint kein probates Mittel. Nun gibt es im Rathaus einen Vorschlag für eine zeitnahe Alternative.
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager
München - War es Vergewaltigung oder der Racheakt einer ehemaligen Geliebten? Ein Top-Manager steht wegen dem Fall vor Gericht.
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager
Frau absichtlich mit HIV infiziert? Unfassbare Aussage von Ärztin
München - Eine Münchnerin fordert von ihrem Ex-Partner 160.000 Euro Schmerzensgeld. Er hatte seine einstige Partnerin mit dem HI-Virus infiziert. Vor Gericht wird die …
Frau absichtlich mit HIV infiziert? Unfassbare Aussage von Ärztin

Kommentare