Neues Kulturprogramm im „Import-Export“

München - Am Dienstag ist es soweit: Das Import-Export im Bahnhofsviertel nimmt seinen Betrieb wieder auf. An der Goethestraße soll es dann wieder Konzerte, Parties und Theater geben.

Nicht zu wissen, wie es weitergeht: Das ist für Michael Schild und Tuncay Acar eine gewöhnliche Situation. Immer wieder wurde der Mietvertrag für ihr kulturelles Zentrum „Import-Export“ an der Goethestraße verlängert. Ende März war dann endgültig Schluss - dachten alle. Kurz nach der großen Abschiedssause ging es dann doch wieder weiter. „Wir waren am Ende unserer Kräfte und haben eine Pause gebraucht“, sagt Tuncay Acar. Die geht am Dienstag, 1. Juni zu Ende. Dann gibt es wieder Programm - und das bis Ende des Jahres, hoffen Schild und Acar. Am Programm soll sich nichts ändern. „Es wird wieder, wie es war“, sagt Schild, „bunt durcheinander von Folklore bis Pop und Rock“.

Fast ein Jahr lang war die Bar im ehemaligen türkischen Gemüsemarkt das kulturelle Zentrum des Bahnhofsviertels. Als ein Projekt der Kammerspiele gestartet, entwickelte das „Import-Export“ eine eigene Dynamik als Künstlertreff, Nachbarschaftszentrum, Konzert- und Theaterbühne. Dicht gedrängt war stets der Veranstaltungskalender. So wird es auch jetzt wieder sein. „Wir haben schon über 20 Termine für den Juni“, sagt Schild.

Die von den Kammerspielen ausgeliehenen Möbel wurden zwar zurückgegeben, aber die Stühle, Tische und Sessel, die jetzt aus dem Freundeskreis der Betreiber stammen sind der alten Einrichtung ähnlich: Bunt zusammengewürfelt. Das Unfertige ist beim Import-Export ja ohnehin mehr Teil des Konzepts als ein Problem. Auch wenn die beiden nicht mehr jeden Abend selbst in der Bar sein wollen - die Vorfreude ist groß.

Wie lange der Besitzer des in den oberen Stockwerken leerstehenden Hauses sie diesmal gewähren lässt, ist wieder unklar: „Die schriftliche Zusage haben wir bis Ende Juni“, sagt Schild, „es bleibt weiterhin spannend.“

Felix Müller

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