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Sandra N. (34) weint vor Gericht – sie stach einen Mann nieder.

Entscheidung soll am Mittwoch fallen

Notwehr oder eiskalte Tat? Urteil im Wiesn-Prozess steht bevor

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München - Muss Sandra N. (34, Name geändert) hinter Gitter? Mittwoch spricht das Landgericht sein Urteil gegen die Millionärs-Freundin. Sie hatte Lasterfahrer Tom L. (Name geändert) auf der Wiesn niedergestochen und wurde wegen versuchten Mordes angeklagt.

War es Notwehr oder eine eiskalte Tat? Staatsanwältin Melanie Lichte glaubte dem Opfer und forderte fünf Jahre Haft für Sandra N. Allerdings wegen versuchten Totschlags, weil kein Mordmerkmal vorliege. Sie hatte Tom L. seitlich in die Rippen und von hinten in den Rücken gestochen. Ärzte retten ihn in einer Not-OP, sie mussten aber die Milz entfernen. Sandra N. zahlte 75.000 Euro Schmerzensgeld.

Ihre Verteidiger forderten einen Freispruch! „Sie war die einzige, die Zivilcourage gezeigt hatte“, sagte Anwalt Steffen Ufer zu dem Streit, der dem Messerstich vorausgegangen war. Sandra N. hatte Ex-Fußballer Patrick Owomoyela geholfen. Dann war sie mit Pöbler Tom L. allein. Und stach ihn nieder.

Ihr Verlobter zahlte 200.000 Euro für einen Entlastungszeugen – aber der flog auf und wurde verhaftet. So steht Aussage gegen Aussage. Das Schicksal von Sandra N. liegt nun in den Händen des Richters.

A. Thieme

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