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Im Saal A101 des Oberlandesgerichts in München beginnt am 6. Mai der NSU-Prozess.

Nur 50 Journalisten können im Saal sein

NSU-Prozess: Platzverlosung für Presse

München - Gut eine Woche vor dem neuen Starttermin für den NSU-Prozess entscheidet am Montag das Los über die Verteilung der Presseplätze.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit nimmt ein Notar die Ziehung vor; der frühere SPD-Spitzenpolitiker Hans-Jochen Vogel ist als Zeuge dabei. Um 14.30 Uhr will das Oberlandesgericht die Ergebnisse der Ziehung veröffentlichen. Die 50 Plätze sind nach Mediengruppen aufgeteilt, bei den ausländischen Medien sind vier Plätze für türkische Medien reserviert.

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Das neue Akkreditierungsverfahren war vor allem notwendig geworden, weil im ersten Anlauf türkische Medien keinen Platz bekommen hatten. Sie haben besonderes Interesse: Acht Opfer der dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ zugeschriebenen Morde waren türkischer Abstammung. Auf Klage der Zeitung „Sabah“ hatte das Bundesverfassungsgericht den Senat aufgefordert, mindestens drei Plätze für türkische Medien zu schaffen. Dieser verschob daraufhin den Prozessbeginn auf den 6. Mai und startete das gesamte Vergabeverfahren neu.

dpa

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