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Nürnberg will mit Museum an Kriegsverbrecher-Prozesse erinnern

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Nürnberg - Die Stadt Nürnberg will künftig mit einem Museum im örtlichen Justizgebäude an den Hauptkriegsverbrecherprozess in den Jahren 1945 und 1946 erinnern. Die Weichen dafür sollen am kommenden Donnerstag (29. Mai) gestellt werden, teilte die Stadt am Freitag mit.

Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) und der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) wollen unter anderem einen Nutzungsvertrag unterzeichnen, der das künftige Nebeneinander von Justiz- und Museumsbetrieb regelt. Den größten Teil der Umbaukosten für das "Memorium Nürnberger Prozesse" von rund 4,6 Millionen Euro übernehmen Freistaat und Bund.

Mit dem geplanten 700 Quadratmeter großen Ausstellungsraum im Dachgeschoss des Justizpalastes sollen Besucher auch während des Gerichtsbetriebs die Möglichkeit erhalten, sich am authentischen Ort mit den Nürnberger Prozessen auseinanderzusetzen.

Eine Glasfront soll Interessierten einen Blick auf den schräg darunter liegenden Saal 600 erlauben. Dort hatten die Alliierten in den Jahren 1945 und 1946 Nazi-Führer für ihre Verbrechen während der NS-Zeit zur Verantwortung gezogen. Die Eröffnung des Museums ist nach dem bisherigen Zeitplan für Herbst 2009 vorgesehen.

dpa

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