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Oberleitungsbusse fuhren bis in die 60er Jahre im Münchner Südwesten.

Umweltfreundliches Verkehrsmittel

Rückkehr der Strom-Busse in München?

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München - Oberleitungsbusse -  das sind Busse mit Elektromotor, die wie eine Tram den Strom dafür aus einer Oberleitung holen, die über die Straße gespannt ist. Vielleicht sind diese Fahrzeuge bald wieder auf Münchens Straßen zu sehen.

Kurzurlauber kennen sie aus Salzburg oder Linz und vielen osteuropäischen Ländern. So mancher erinnert sich auch noch an die 50er- und 60er-Jahre, als im Südwesten der Stadt Oberleitungsbusse im städtischen Linienverkehr unterwegs waren. Das sind Busse mit Elektromotor, die wie eine Tram den Strom dafür aus einer Oberleitung holen, die über die Straße gespannt ist. CSU-Stadtrat Richard Quaas erkundigt sich jetzt per Antrag, ob dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel in München eine Renaissance erleben könnte.

Denn im Gegensatz zu den Diesel getriebenen Bussen der städtischen MVG sind stromgetriebene O-Busse abgasfrei. „In Frankreich, China, Italien, Schweden, Saudi-Arabien, Spanien, Türkei und den USA sind erst jüngst neue O-Busnetze in Betrieb gegangen“, listet Quaas auf. In Schweden experimentiere man sogar mit Lkw, die mit Strom aus der Oberleitung fahren. Und mit Akkus seien die O-Busse mittlerweile in der Lage, kurze Strecken ohne Oberleitung zu überbrücken. Ohne Akku ist der Einsatz der O-Busse nämlich umständlich.

Darum fragt Quaas nach, ob die MVG sich mit der neuen alten Technologie in jüngerer Zeit beschäftigt habe und ob die Erfahrungen der Betreiber der anderen O-Bus-Systeme bekannt seien. Denn, so Quaas, die Betreiber der O-Bus-Systeme in der Schweiz und Österreich hätten berichtet, dass die Oberleitungsbusse im Vergleich zu Dieselfahrzeugen wirtschaftlicher seien. 

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