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In der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz soll es Vorträge und Diskussionen geben.

Ökumenischer Kirchentag mit Kunst und Kultur

München - Auf dem Ökumenischen Kirchentag in München wird nicht nur gebetet. Ein umfangreiches Kunst- und Kulturprogramm begleitet das Treffen katholischer und evangelischer Christen.

Kirchentagsbesucher haben von 12. bis 16. Mai freien Eintritt in die meisten Münchner Museen. “Das Verhältnis der Kirchen zu den Künsten und umgekehrt war in den letzten Jahrzehnten nicht ungetrübt. Eine gewisse Entfremdung ist festzustellen“, sagte Kirchentagsreferent Christian Düfel. Der Kirchentag soll eine Brücke schlagen zwischen Kunst und Kirche. Und so ist das Herzstück des kirchentäglichen Kulturprogramms die “Kulturkirche“.

Die Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz - ein ehemaliges Gotteshaus, das jetzt als Konzert- und Veranstaltungssaal genutzt wird. Während des Kirchentags soll es dort vor allem Vorträge und und Podiumsdiskussionen geben. Das Thema: Die virtuelle Kirche. Theologen, Schüler und Internet-Experten diskutieren über Chancen und Risiken der Kirchen im Netz. Thema einer Debatte: “Kann Kopieren Sünde sein“. Jeden Tag wird die Hofkirche Zentrum des “Global Prayers“, einer weltweit vernetzten Andacht, zu der Menschen aus aller Welt Beiträge senden können.

Doch auch die klassische Kultur kommt nicht zu kurz auf dem Kirchentag: Neben traditioneller Orgel- und Kirchenmusik, die eher in christlichen Kirchen beheimatet ist, soll die “Musikalische Nacht der Weltreligionen“ (15. Mai) zeigen, wie Islam, Hinduismus oder Buddhismus klingen können.

Die Ökumene selbst ist Thema der Choreographie “Pas de deux“, die zwei evangelische und katholische Charaktere miteinander tanzen lässt. Der Regisseur Christoph Schlingensief nimmt an einer Podiumsdebatte zum Thema “Jenseits der Konfessionen - Gibt es eine Ökumene der Künste?“

dpa

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