Klaus Vick

Oktoberfest-Debatte

Bierpreisdebatte im Stadtrat: Prost und Deckel drauf!

  • schließen

Die Deckelung des Bierpreises auf dem Oktoberfest wurde vom Stadtrat abgelehnt. Die Maßnahme hätte weder genützt, noch geschadet, kommentiert Klaus Vick.  

Man muss die Kirche im Dorf lassen: Eine Stadt wie München hat andere Probleme als eine Bierpreisbremse auf dem Oktoberfest. Die Wahrheit ist: Ein Limit bei 10,70 Euro für drei Jahre – wie von Wiesn-Chef und Bürgermeister Josef Schmid (CSU) vorgeschlagen – hätte weder irgendjemandem geschadet noch genützt. Geschweige denn, dass der Vorschlag von sozialpolitischer Bedeutung gewesen wäre. Geringverdiener können sich die Wiesn sowieso seit langem nicht mehr leisten. Egal, ob die Mass nun 10,70 Euro, 10,90 oder 11,10 Euro kostet. Und für Familien ist wichtig, dass die Preise für Speisen und Fahrgeschäfte nicht exorbitant steigen.

Schmid kann man einerseits zugestehen, dass der Vorschlag gut gemeint war. Andererseits war es falsch, die Wirte nicht frühzeitig über die Pläne zu informieren. Sie sind schließlich Hauptbetroffene. Am Ende entwickelte sich ein bizarrer „Bierpreis-Krieg“, bei dem alle Beteiligten ihre gekränkten Eitelkeiten medial zur Schau trugen. Nun ist die Sache vom Tisch. Man sollte auch nicht nachtarocken. Dass die Wirte als Großverdiener per Umsatzpacht für die erhöhten Sicherheitskosten zur Kasse gebeten werden, ist gut so. Zum Rest der Debatte kann man nur sagen: Prost und Deckel drauf!

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht über die entscheidende Stadtratssitzung: Bierpreisbremse abgelehnt - So lief die Stadtrats-Debatte

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Darauf fährt München ab! Neues Sharing-System für Elektroroller
Ab Ende August sollen 50 rote Elektro-Roller durch München flitzen und für einen sauberen Straßenverkehr sorgen. Münchens Oberbürgermeister Reiter ist begeistert.
Darauf fährt München ab! Neues Sharing-System für Elektroroller
Im Supermarkt per App bezahlen - wir testen das neue System
Keine Warteschlange an der Kasse mehr -  das verspricht ein neues Bezahlsystem, das derzeit in München getestet wird. Wir haben uns das für Sie mal angeschaut und …
Im Supermarkt per App bezahlen - wir testen das neue System
Bundestagswahl: Stadt erwartet mehr als 300.000 Briefwähler
Die Münchner werden in den nächsten Tagen Post von der Stadt bekommen. Die Unterlagen für die Bundestagswahl am 24. September sind versandt worden.
Bundestagswahl: Stadt erwartet mehr als 300.000 Briefwähler
München hebt Verbot auf: Bootsfahrten und Baden in Isar wieder erlaubt
In der Isar zu schwimmen oder auf ihr Boot zu fahren, hätte wegen  der Regenmassen lebensgefährlich werden können. Darum bestand seit Samstag um Mitternacht ein Verbot. …
München hebt Verbot auf: Bootsfahrten und Baden in Isar wieder erlaubt

Kommentare