1. Startseite
  2. Lokales
  3. München
  4. Stadt München

Olympiapark-Chef soll  abgesetzt werden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Felix Müller

Kommentare

Im Park: Ralph Huber mit dem damals neuen Logo, 2011. MS
Im Park: Ralph Huber mit dem damals neuen Logo, 2011. MS

Die Ermittlungen der Strafbehörden sind eingestellt, aber die Kindergeburtstags-Affäre lässt Ralph Huber nicht los. Nun scheint sein Abschied als Olympiapark-Chef quasi besiegelt zu sein. Nach Informationen unserer Zeitung könnte Huber schon nächste Woche bei einer Aufsichtsrats-Sitzung abgesetzt werden.

Rückblick: Im April 2013 hatte die Stadt München Anzeige gegen Huber erstattet, seine Privat- und Geschäftsräume wurden damals durchsucht. Offenbar waren Hinweise von Park-Mitarbeitern eingegangen. Der Vorwurf: Untreue in fünf Fällen, unter anderem sollte Huber Geburtstagsfeiern für seine Kinder auf Kosten des Olympiaparks in einem Restaurant im Park ausgerichtet haben. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen inzwischen eingestellt, in einem Fall soll Huber aber eine so genannte Geldauflage bezahlt haben.

In der Öffentlichkeit war schon lange zunehmend ein anderer das Gesicht des Olympiaparks: Hubers Stellvertreter und Sprecher Arno Hartung. Dessen Aufgaben gingen weit über das hinaus, was unter den Funktionen andernorts verstanden wird. Sein Verhältnis zu Huber soll zuletzt deutlich abgekühlt sein.

Huber hingegen hat sich offenbar auch intern nie so recht von der „Kindergeburtstags“-Affäre erholt, unter den Mitarbeitern soll er nie wieder zu altem Vertrauen zurückgefunden haben. Laut Rathaus-Insidern könnte sein Abschied jetzt unmittelbar bevorstehen.

Ralph Huber arbeitet seit dem Jahr 2007 für den Olympiapark. Der gebürtige Günzburger brachte Erfahrung als Geschäftsführer der Dortmunder Westfalenhalle mit, wurde in München zunächst Chef der Veranstaltungs-Abteilung.

Der damalige Geschäftsführer Wilfried Spronk baute Huber als seinen Nachfolger auf. Im Juni 2009 übernahm Huber dann als neuer Chef die Verantwortung für den kompletten Park. Damit könnte es jetzt endgültig vorbei sein. Nächste Woche tagt der Aufsichtsrat. Dann wird es auch um den Posten des Geschäftsführers gehen.

Felix Müller

Auch interessant

Kommentare