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Israelische Delegation besucht Gedenkstätte im Olympiapark – Sicherheitsdienst reagiert mit Hitlergruß

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Von: Phillip Plesch

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Besuchergruppe betrachtet die Installationen und Gedenktafeln am neuen Dokumentationszentrum und Erinnerungsort an das Olympia Attentat im Olympiapark München. (Archiv)
Besuchergruppe betrachtet die Installationen und Gedenktafeln am neuen Dokumentationszentrum und Erinnerungsort an das Olympia Attentat im Olympiapark München. (Archiv) © Ralph Peters/dpa

Skandal im Olympiapark: Bei dem Besuch der Gedenkstätten zum Terroranschlag auf die israelische Nationalmannschaft, kam es zu einem Polizeieinsatz.

München – Im Rahmen der European Championships gab es nun leider – neben all den vielen guten Nachrichten und schönen Bildern – eine ganz bittere Nachricht. Wie die Polizei München berichtet, soll ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in Richtung einer israelischen Delegation eine nationalsozialistische Geste gezeigt haben. Glücklicherweise war ein Polizist direkt zur Stelle und nahm den jungen Mann fest.

Skandal im Olympiapark: Mann zeigt israelischer Delegation Hitlergruß

Am Dienstagabend gegen 19.20 Uhr war die Delegation aus Funktionären und Sportlern im Olympiapark unterwegs. Erkennbar als Israelis waren sie aufgrund ihrer Kleidung. Begleitet von Polizisten und Vertreten der Veranstalter besuchten sie die verschiedenen Gedenkstätten im Park zum Terroranschlag auf die israelische Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1972.

Als sie gerade vom Klagebalken auf dem Weg zur Gedenkstätte Einschnitt waren, kamen sie an der Hanns-Braun-Brücke vorbei. Dort waren vier Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes aus Berlin eingesetzt. Als die 16 Teilnehmer der Delegation den Bereich passierten, zeigte ein 19-jähriger Berliner den verbotenen „Hitler-Gruß“.
Nach aktuellem Ermittlungsstand der Polizei wurde das von den Funktionären und Sportlern nicht wahrgenommen.

Polizei nimmt Mann sofort fest

Ein dort eingesetzter Beamter bemerkte die Tat und nahm den jungen Mann umgehend fest. Auch die Personalien der drei anderen Sicherheitsdienstangehörigen wurden aufgenommen. Der Veranstalter schloss noch am Dienstagabend alle vier von allen weiteren Veranstaltungen der European Championships aus. Der 19-Jährige wurde angezeigt. Bisher liegen keine polizeilichen Erkenntnisse zu ihm vor.

Besonders brisant: Am 5. September jährt sich das Olympia-Attentat zum 50. Mal. Vorab eskalierte der jahrzehntelange Streit um Entschädigungen und fehlende Entschuldigungen. Deshalb wollen die Angehörigen der Opfer nicht an der zentralen Gedenkveranstaltung teilnehmen.

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