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Nur als Gast beim ersten Prozesstag anwesend: Thea E. darf nicht als Nebenklägerin auftreten.

Schwere Vorwürfe nach Kreissägen-Mord

Opfer-Mutter über Gabriele P.: „Ein Wolf im Schafspelz“

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München - Der erste Prozesstag zum Kreissägen-Mord von Haar begann für Thea E. mit einer Enttäuschung. Die Mutter des Opfers konnte der Angeklagten nicht in die Augen schauen.

Thea E. hatte so sehr gehofft, im Prozess gegen die mutmaßliche Mörderin ihres Sohnes als Nebenklägerin auftreten zu dürfen. Weil sie Sebastian H. (†28) aber kurz nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatte, muss die 63-Jährige die Verhandlung im Zuschauerbereich verfolgen. Dabei, sagt Thea E., habe sie „schon lange gewusst“, dass die Angeklagte ihren Sohn umgebracht hat: „Die Frau ist der Wolf im Schafspelz!“

Vor Jahren, als ihr Sohn schon lange Zeit verschwunden war, habe sie einen Traum gehabt, der ihr das Drama offenbart habe. „Aber damit konnte ich ja nicht zur Polizei gehen“, sagt sie. Stattdessen wollte Gabi P. der leiblichen Mutter des Opfers weismachen, ihr Sohn hätte sich mit einer neuen Freundin nach Rumänien abgesetzt. „Das kam mir komisch vor. Sebastian hat seine vorherige Freundin ja extra wegen Gabi sitzen lassen.“ Um ihren Sohn zu finden, heuerte Thea E. sogar einen Privatdetektiv an. „Ich habe immer gehofft, Sebastian würde eines Tages wieder auftauchen, mit einer Frau und Kindern“, sagt sie.

„Wäre am liebsten mit Kreissäge in Knast gefahren“

Stattdessen fand man seine zerstückelte Leiche im Garten von Gabi P. „Als ich das gehört habe, wäre ich am liebsten auch mit einer Kreissäge in den Knast gefahren“, sagt Thea E. „Sie hat ihm den Kopf abgeschnitten, da muss so unglaublich viel Hass dahinterstrecken.“ Thea E. wollte der Mörderin ihres Sohnes tief in die Augen schauen. Doch das war am Montag nicht möglich. Gabi P. drehte den Zuschauern den Rücken zu. Nur kurz sah man ihr rundes Gesicht, auf der Nase eine Nickelbrille mit dicken Gläsern. „Ich müsste sie vor mir haben, um diesen Hass verlieren zu können“, sagt Thea E.

Das letzte Mal hatte sie im Dezember 2008 mit ihrem Sohn gesprochen. „Er wollte 20.000 Euro von mir“, sagt Thea E. Angeblich war das Geld für seine Gabi, die ihn kostenlos bei sich wohnen hat lassen. Aber Thea E. gab ihm kein Geld. „Ich sagte ihm, er soll sein Studium beenden und arbeiten gehen. Ich habe ihn schmollen lassen. Irgendwann machte ich mir Sorgen, rief ihn ständig an.“ Das war acht Tage vor Weihnachten. Kurz darauf war ihr Sohn tot.

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