+
Dieses Pärchen hatte Sex im Freien und muss jetzt 1250 Euro zahlen.

Sie trieben‘s bunt in Pasing

Oralsex im Park: Saftige Strafe für Münchner Pärchen

  • schließen

Sie haben gewusst, dass sie beobachtet werden, konnten sich aber nicht beherrschen. Ein heißes Abenteuer in einem Park kommt einem Münchner Liebespaar jetzt teuer zu stehen.

München - Wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses mussten sich am Montag eine Verkäuferin (26) und ihr Verlobter, ein 41 Jahre alter Koch, vor Gericht verantworten. Dort stritten beide alles ab. Mehrere Zeugen lieferten letztlich den Beweis.

„Ich habe mich nicht daran gestört“, sagt eine Augenzeugin (19). „Aber es waren Kinder in der Nähe, die es gesehen haben.“ Die junge Frau verständigte die Polizei. Als ein Streifenwagen in dem Park an der Würm in Pasing ankam, kippte die Stimmung. Ein Polizeibeamter: „Der Mann wurde aggressiv.“ Das liebestrunkene Pärchen streitet auf der Anklagebank alles ab. „Wir saßen im kniehohen Gras, haben uns mit einem Handtuch eingewickelt“, erklärt der Mann. „Wir haben geknutscht, es gab aber keinen Sex, den haben wir daheim“, beteuert er vor Richter Matthias Enzler, der in dieser Verhandlung einen kühlen Kopf bewahren musste.

Immer wieder unterbrachen die Angeklagten die Aussagen der Zeugen, gaben hämische Bemerkungen von sich. Nachdem Richter Enzler die Vorstrafen aus dem Bundeszentralregister verlesen hatte, wurde auch klar, warum. Satte 27 Einträge hat der Koch bereits angehäuft. Sex in der Öffentlichkeit zählt dabei zu den harmloseren Delikten. Körperverletzung, Diebstahl, Beleidigung, illegaler Waffenbesitz: Die Vorstrafen decken nahezu jeden Bereich des Strafgesetzbuchs ab.

Die Sitzung war noch nicht geschlossen, da war der lüsterne Koch bereits wutentbrannt aus dem Saal gestürmt. Das Sexpärchen wurde zu insgesamt 1250 Euro Geldstrafe verurteilt. 

Auch in Berlin spielte sich eine unfassbare Schmuddel-Szene in einer S-Bahn ab, die eine Mutter und ihr fünfjähriger Sohn mit ansehen musste. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Die Menschen der Münchner Tafel“: Ausstellung gibt der Armut ein Gesicht
Die Münchner Tafel hilft vielen Menschen in der Stadt, immer wieder. Eine Fotoausstellung im Gasteig würdigt den ehrenamtlichen Einsatz und gibt der Armut ein Gesicht. 
„Die Menschen der Münchner Tafel“: Ausstellung gibt der Armut ein Gesicht
Spendenaktion: „Ein Mädchen wird ja eh heiraten“
Antonia Lüdemann*, 88, lebt in Altersarmut. Und das, obwohl sie stets gearbeitet hat, wo es nur ging. Ein Frauenschicksal, das nachdenklich macht.
Spendenaktion: „Ein Mädchen wird ja eh heiraten“
Spendenaktion: Sparen für die Enkel
Agnes Berg*, 78, hat nur eine schmale Rente – weil sie die Hälfte ihres Geldes an ihren Ex-Mann abgeben muss. Dennoch versucht sie, von dem wenigen Geld noch etwas zu …
Spendenaktion: Sparen für die Enkel
Münchner OB-Kandidatin wütet über S-Bahn-Chaos - Hiobsbotschaft gibt es am Tag darauf 
S-Bahn-Störung in München: Zunächst kam es auch am Freitag zu Beeinträchtigungen. Die OB-Kandidatin der Grünen wütete am Tag zuvor auf Twitter.
Münchner OB-Kandidatin wütet über S-Bahn-Chaos - Hiobsbotschaft gibt es am Tag darauf 

Kommentare